Wirtschaft: Landesweit

Britisches Entwicklungsunternehmen plant 1,6 Milliarden Dollar für Klimafinanzierung in Südostasien

In Südostasien soll in den nächsten fünf Jahren ein Umstieg auf sauberere Energiequellen unterstützt werden - mit einer Investition von insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar. Die Philippinen sind eines der Zielländer, die von dieser Initiative profitieren sollen.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Die britische Entwicklungsfinanzierungsinstitution British International Investment (BII) plant, diese Mittel bereitzustellen. Die Investitionen richten sich an die Schwellenländer Philippinen, Vietnam, Indonesien, Malaysia und Thailand. Geplant ist, dass etwa die Hälfte der Summe direkt von der BII aufgebracht wird, während ein vergleichbarer Betrag durch die Mobilisierung privater Investoren generiert werden soll.

Ein wesentlicher Teil des Kapitals soll über die Initiative British Climate Partners fließen, die Anfang des Jahres ins Leben gerufen wurde, um in wachstumsstarke, aber kohlenstoffintensive Volkswirtschaften in Asien zu investieren. Die BII konzentriert sich dabei auf Sektoren, die für die Senkung von Emissionen und die Stärkung der Klimaresilienz entscheidend sind. Dazu gehören die Erzeugung erneuerbarer Energien, die Stromübertragung, die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie das Abfall- und Wasserwesen.

Durch diese Maßnahmen sollen schätzungsweise 1,8 GW an sauberer Energiekapazität hinzugefügt und fast 1,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Laut der BII-Geschäftsführung zielen die Investitionen darauf ab, die Geschwindigkeit der grünen Transformation in der Region massiv zu erhöhen.

Im Zeitraum von 2023 bis 2025 hatte die Institution bereits fast 400 Millionen US-Dollar für Klimafinanzierung in Südostasien bereitgestellt. Im Rahmen der neuen Strategie für den Zeitraum 2026 bis 2031 sollen mindestens 40 Prozent aller neuen Gesamtzusagen wertmäßig in die Klimafinanzierung fließen. Obwohl die Philippinen Teil des Programms sind, wurde in der Ankündigung nicht spezifiziert, welcher genaue Anteil der 1,6 Milliarden US-Dollar den philippinischen Projekten zugutekommen wird. Die Mittel könnten jedoch eine wichtige Kapitalquelle für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze darstellen, während das Land versucht, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.