Besuch des US-Botschafters in Davao löst Debatten über ausländische Einflüsse aus
EditDer erste Besuch des US-Botschafters Lee Lipton in Davao City hat unter Aktivisten Besorgnis ausgelöst. Diese befürchten, dass die Reise ein Zeichen für eine Vertiefung der militärischen und wirtschaftlichen Interessen der USA in der Region Mindanao sei. Lipton, der im Mai sein Amt auf den Philippinen antrat, traf sich am 22. Oktober zu einem Höflichkeitsbesuch mit dem Bürgermeister von Davao City, Sebastian „Baste“ Duterte.
Während der Reise wurde der Botschafter von Vertretern der US-Botschaft begleitet. Bürgermeister Duterte empfing ihn in Begleitung des Senators Robinhood Padilla sowie weiterer Beamter der Stadtverwaltung. Senator Padilla äußerte sich positiv zu dem Besuch und erklärte in den sozialen Medien, das Treffen solle die Tür für sichere Geschäftsbeziehungen und Fortschritt öffnen. Zudem solle es die wirtschaftlichen und wohltätigen Programme in Mindanao und der BARMM stärken.
Auch Isidro Ungab, Abgeordneter des 3. Distrikts und Verbündeter der Dutertes, verteidigte den Besuch. Er betonte, dass die Ankunft des Diplomaten das Narrativ korrigiere, die Bewohner von Davao seien gegen die USA eingestellt. Er erklärte, man sei mit allen Nationen, einschließlich der USA und China, befreundet.
LFS kritisch. Die Gruppe warnte vor diplomatischen Besuchen, wie denen von Lipton oder dem italienischen Botschafter Davide Gigilo am 20. Oktober, da diese als Vorwand für verstärkte ausländische Interventionen in Davao und Mindanao dienen könnten. Die LFS äußerte zudem die Sorge, dass ein geplantes US-Öllager in Davao die militärische Logistik unterstützen könnte. Zudem warnten sie vor den Auswirkungen der „Balikatan“-Militärübungen im Distrikt Paquibato, die zu einer verstärkten Militarisierung und Menschenrechtsverletzungen gegen lokale Landwirte und die indigene Lumad-Gemeinschaft führen könnten. Die LFS wies darauf hin, dass der Empfang des Botschafters im Widerspruch zu einer offiziellen Erklärung der Stadtverwaltung vom April stehe, in der man sich gegen ausländische Militärstützpunkte und Öllager in der Region Davao ausgesprochen hatte.
Der ehemalige Abgeordnete Raoul Manuel sah in der Reise zudem ein politisches Signal. Er vermutet, dass die USA die politischen Entwicklungen im Hinblick auf die Wahlen 2028 beobachten, da Vizepräsidentin Sara Duterte, laut Umfragen die Favoritin, mit Vorwürfen der Korruption konfrontiert ist. Manuel gab zu bedenken, dass die USA sicherstellen wollten, dass ihre militärisch-industriellen Investitionen und Öllager unabhängig von der künftigen Präsidentschaft florieren. Gleichzeitig sah er in dem Besuch ein Bestreben der Duterte-Dynastie, trotz ihrer Nähe zu China internationale Anerkennung zu finden.






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