Politik: Landesweit

Vizepräsidentin Sara Duterte wirft Regierung Verschwörung vor

Vizepräsidentin Sara Duterte hat der Regierung vorgeworfen, nationale Sicherheitsbedenken zu instrumentalisieren, um sie politisch zu schwächen. In einer Stellungnahme am Dienstag wies sie Vorwürfe zurück, die sie mit chinesischen Geldtransfers an ein Unternehmen in Verbindung bringen, das ihrem Ehemann nahesteht, sowie mit einer großen Drogenlieferung aus Laos verknüpfen sollen.

Philippine Passport and Five Hundred Peso Banknote on National Flag
Symbolbild: Envato

Duterte bezeichnete das Vorgehen der Behörden als Zeichen von Verzweiflung. Sie warf der Regierung vor, verschiedene, voneinander unabhängige Vorfälle zu einer Verschwörung gegen sie zusammenzufügen. Dazu gehöre auch die angebliche Finanzierung eines Geschäftsvorhabens durch chinesische Gelder sowie der Versuch, 521 Kilogramm Shabu im Wert von rund 3,5 Milliarden Pesos von Laos auf die Philippinen zu schmuggeln.

Im Zentrum der Debatte steht ein Dokument, das eine vermeintliche Reisegenehmigung aus dem Malacañang-Palast vom 28. September zeigt. Diese sollte Duterte eine Reise nach Laos am 29. und 30. September ermöglichen. Das Büro des Exekutivsekretärs stellte jedoch klar, dass keine solche Anfrage vorlag und keine Reisefreigabe erteilt wurde. Duterte kritisierte zudem, dass diese Reisegenehmigung offenbar gefälscht wurde, um ein Narrativ zu stützen, für das es keine glaubwürdigen Beweise gebe.

Die Vorwürfe folgen auf die Entdeckung einer privaten Maschine am Flughafen Luang Prabang in Laos am 1. Oktober, in der die mutmaßliche Drogenladung sichergestellt wurde. Innenminister Jonvic Remulla betonte zwar, dass die Familie Duterte nicht mit der Drogenlieferung in Verbindung stehe. Er bestätigte jedoch, dass die Vizepräsidentin und der mutmaßliche Finanzier der Lieferung, der ehemalige Abgeordnete des Bangsamoro-Parlaments Sultan Edrieza Nasser Rimbang, bereits seit langem politische Verbündete seien.