Sicherheit: Metro Manila

Verteidigungs-Pressekorps weist Kritik der chinesischen Botschaft zurück

Am 15. Oktober hatte der chinesische Botschafter Jing Quan erklärt, dass China die Philippinen bei Bedarf mit Gewalt besiegen könnte, sich jedoch stattdessen für den Frieden entscheide. Diese Aussage führte zu einer Kontroverse, in die sich nun auch das Defense Press Corps (DPC) eingeschaltet hat.

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Symbolbild: Envato

Der DPC, ein Zusammenschluss von Journalisten, die über das Verteidigungsministerium und die Streitkräfte der Philippinen berichten, hat die jüngsten Äußerungen der chinesischen Botschaft in Manila scharf zurückgewiesen. Die Botschaft hatte philippinischen Journalisten vorgeworfen, sie besäßen ein sehr begrenztes Verständnis der Fakten und würden Informationen aus dem Kontext reißen, um künstlich Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die chinesische Botschaft hatte in einem Facebook-Post am 17. Oktober kritisiert, dass philippinische Politiker und Reporter zur Übertreibung neigten und Fakten falsch darstellten. Der DPC betonte in einer Stellungnahme, dass die Berichterstattung über die Aussagen des Botschafters wortgetreu erfolgt sei. Die politischen Folgen solcher Äußerungen lägen nicht im Verantwortungsbereich der Medien.

Die Journalisten verwiesen zudem darauf, dass sie regelmäßig im Westphilippinischen Meer operieren und dort selbst Zeugen chinesischer Aggressionen geworden seien. Sie hielten fest, dass sie stets bemüht seien, eine ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten, indem sie die chinesische Seite zu allen Vorfällen, wie etwa Wasserkanonen-Angriffen oder Kollisionen, um eine Stellungnahme bitten. Die Gruppe verwies abschließend auf Artikel 2 der Charta der Vereinten Nationen, der Staaten dazu verpflichtet, Gewalt gegen die territoriale Integrität anderer Staaten abzulehnen und Konflikte friedlich zu lösen. Echten Frieden könne man nur durch gegenseitiges Verständnis erreichen, was jedoch nicht gelinge, wenn China weiterhin die „Überbringer der Nachrichten“ angreife.