Politik: Landesweit

Senatorin Legarda fordert Verbot geschlechtsspezifischer Preisunterschiede

In Metro Manila kosten Haarschnitte für Frauen in Salons etwa 2.500 Pesos, während Männer für vergleichbare Schnitte 1.500 Pesos zahlen, unabhängig von der Haarlänge. Auch bei Spielzeug wurden Aufschläge von über 20 Prozent für rosa Varianten beobachtet.

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Quelle: PIA

Diese Preisunterschiede haben die philippinische Senatorin Loren Legarda dazu veranlasst, einen Gesetzentwurf einzubringen, der die geschlechtsspezifische Preisdiskriminierung bei Konsumgütern und Dienstleistungen beenden soll. Der als Senate Bill 2483 bekannte „Anti-Pink Tax Act“ soll Preisaufschläge unterbinden, die allein auf der Vermarktung an ein bestimmtes Geschlecht basieren.

Nach Ansicht von Legarda nutzen Unternehmen geschlechtsspezifische Ungleichheiten als gezielte Marktstrategie aus. Sie kritisierte, dass es ungerecht sei, wenn Produkte allein durch eine rosa Verpackung oder eine gezielte Vermarktung an Frauen teurer würden. Dabei wird betont, dass es sich bei dieser Praxis um eine kommerzielle Preisstrategie handelt und nicht um eine staatliche Abgabe.

Die Notwendigkeit der Reform wird durch die wirtschaftliche Lage von Frauen untermauert. Daten des Philippine Institute for Development Studies zeigen, dass Filipinas in der Landwirtschaft 8,6 Prozent weniger verdienen als Männer und in der digitalen Industrie sogar bis zu 18 Prozent weniger. Globale Daten des Weltwirtschaftsforums stützen den Trend der Preisdiskriminierung zusätzlich: Pflegeprodukte für Frauen sind im Schnitt 13 Prozent teurer, während Dienstleistungen sogar um 34 bis 90 Prozent mehr kosten können.

Der Entwurf sieht vor, dass Unterschiede in der Farbe, der Verpackung oder dem Marketing keine rechtliche Rechtfertigung mehr für Preisunterschiede bei weitgehend identischen Waren darstellen dürfen. Das Gesetz sieht vor, dass bei Verdacht auf diskriminierende Preise die Beweislast auf die Unternehmen übergeht. Diese müssten dann nachweisen, dass Preisunterschiede durch tatsächliche Produktionskosten wie Rohstoffe oder den Arbeitsaufwand begründet sind.

Legarda betonte dabei, dass es sich nicht um staatliche Preiskontrollen handle, sondern lediglich darum, faire Preise auf Basis realer Kosten sicherzustellen und ein ausbeuterisches System zu beenden. Das DTI soll im Falle von Verstößen Compliance-Anordnungen erlassen und Bußgelder zwischen 50.000 und 1 Million Pesos gegen nicht konforme Unternehmen verhängen können.

Zudem sollen das DTI und die Philippine Commission on Women jährliche Marktstudien sowie Aufklärungskampagnen für Verbraucher durchführen. Ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm soll Unternehmen unterstützen, die auf geschlechtsspezifische Preisunterschiede verzichten.