Politik: Landesweit

Senat erwägt Budgetkürzungen für 2027 als Vorbild für andere Behörden

Der philippinische Senat prüft für das Haushaltsjahr 2027 eine deutliche Reduzierung seines Budgets. Während das im nationalen Ausgabenprogramm (NEP) vorgesehene Budget bei 7,7 Milliarden Pesos liegt, wurden verschiedene Szenarien vorgelegt, die eine Kürzung um bis zu 2 Milliarden Pesos auf insgesamt 5,7 Milliarden Pesos vorsehen. Das ursprüngliche Budget für 2027 liegt damit bereits 10 Prozent unter dem Budget des Vorjahres 2026.

Philippine Passport and Five Hundred Peso Banknote on National Flag
Symbolbild: Envato

Senatssekretär Renato Bantug Jr. erläuterte bei einer Anhörung am Donnerstag, 22. Oktober, dass diese unterschiedlichen Budgetvarianten dazu dienen sollen, das verfassungsrechtliche Mandat des Senats zu erfüllen. Trotz möglicher Kürzungen müsse die Kammer in der Lage bleiben, effektiv Gesetzgebung zu betreiben, transparente öffentliche Dienste bereitzustellen, institutionelle Systeme zu modernisieren, eine verantwortungsvolle Verwaltung der öffentlichen Ressourcen zu gewährleisten sowie den Personalbedarf, die wesentlichen Betriebskosten und die Erbringung von Diensten für die Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten.

Der Vorsitzende des Finanzausschusses des Senats, JV Ejercito, betonte, dass der Senat durch diese Sparmaßnahmen eine Vorbildfunktion einnehmen wolle. Er erklärte, dass die 7,7 Milliarden Pesos zwar auf Ausschussebene genehmigt wurden, das Budget jedoch noch nicht final feststehe. Eine Reduzierung um 2 Milliarden Pesos liege weiterhin im Raum und werde in den kommenden Plenardebatten weiter diskutiert. Ejercito begründete dies damit, dass man von anderen Regierungsbehörden finanzielle Disziplin fordere und daher selbst dieselben Standards einhalten müsse. Er bezeichnete den Senat als eine der wenigen Behörden, die aufgrund des begrenzten fiskalischen Spielraums für 2027 Sparmaßnahmen praktiziere.

Senator Panfilo „Ping“ Lacson, Vorsitzender des Ausschusses für Rechnungsprüfung, unterstützte diesen Kurs. Er merkte an, dass die angestrebte Kürzung auch als Signal an das Repräsentantenhaus dienen solle. Während das Repräsentantenhaus sein Budget um 5 Milliarden Pesos erhöht habe, ziehe der Senat eine Senkung gegenüber dem NEP-Vorschlag in Betracht. Diese Haltung folgt auch auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das bestimmte Bestimmungen der nationalen Budgets für 2024 und 2025 für verfassungswidrig erklärte. Lacson betonte, man wolle mit der Reduzierung um etwa 2 Milliarden Pesos einen Trend setzen, dem das Repräsentantenhaus folgen sollte.

Der Senat hat bereits im Rahmen der Anhörung die Budgetvorschläge für das Senate Electoral Tribunal (325,1 Millionen Pesos) und die Kommission für Ernennungen (1,1 Milliarden Pesos) zur Beratung im Plenum empfohlen. Eine ähnliche Sparmaßnahme hat bereits das Budgetmanagement-Ministerium (DBM) angekündigt, das seinen eigenen Budgetantrag für 2027 um 2,7 Milliarden Pesos kürzen möchte.