Polizei in Davao warnt vor illegalen Geldverleihern vor der Weihnachtszeit
EditDas Polizeiregionalbüro der Davao-Region (PRO-Davao) hat die Bevölkerung vor illegalen Geldverleihern und räuberischen Online-Kreditplattformen gewarnt. Angesichts der bevorstehenden Feiertage wird davor gewarnt, dass Kredithaie Menschen in finanziellen Notlagen gezielt ausnutzen könnten. Die Polizei rät dazu, Kredite ausschließlich bei rechtmäßigen und autorisierten Instituten aufzunehmen.
Als Warnsignale für illegale Kreditgeschäfte nennt die Polizei extrem hohe Zinssätze, das Fehlen offizieller Dokumentation sowie Drohungen, Einschüchterungen und den Druck, weitere Kredite aufzunehmen. Diese Warnung erfolgt unter anderem, weil die Börsenaufsichtsbehörde der Region Davao (SEC-Davao) bereits zahlreiche Beschwerden über Online-Plattformen und Finanzierungsmodelle registriert hat.
Katrina Jamilla Ponco-Estares, die Direktorin der SEC-Davao, berichtete für das Jahr 2025 von über hundert Beschwerden. Die meisten Fälle betrafen Belästigungen, darunter sogar Morddrohungen und überhöhte Zinsen. Zudem warnt die Kommission, dass viele in sozialen Medien beworbene Online-Plattformen nicht bei der Behörde registriert sind. Zur rechtmäßigen Geschäftstätigkeit müssen Kreditunternehmen eine Registrierung sowie eine Betriebserlaubnis (Certificate of Authority) vorweisen.
Die PNP unterstreicht die Tragweite des Problems: Laut Daten der Presidential Anti-Organized Crime Commission wurden zwischen August 2024 und dem ersten Quartal 2026 insgesamt 47.446 Beschwerden gegen Online-Kreditunternehmen eingereicht. Betroffene berichteten von Drohungen, öffentlicher Bloßstellung und dem unbefugten Zugriff auf private Kontaktlisten. Die PNP intensiviert daher ihre Maßnahmen gegen Betreiber, die in den Verdacht von Belästigung, Datenschutzverletzungen und Cyberkriminalität geraten sind.
Als sicherere Alternativen empfiehlt die Polizei staatliche Kreditprogramme, etwa vom Social Security System (SSS), dem Government Service Insurance System (GSIS) oder dem Pag-Ibig Fund. Auch registrierte Genossenschaften, Banken oder Arbeitgeberdarlehen werden als Optionen genannt. Bei dringendem Bedarf können sich Bürger zudem an lokale Regierungsstellen, das City Social Welfare and Development Office oder das Department of Social Welfare and Development (DSWD) wenden.
Die SEC rät dazu, die Legitimität von Anbietern vor einem Kreditabschluss über deren Website zu prüfen. Beschwerden über registrierte Unternehmen können über das iMessage-Portal der SEC eingereicht werden. Bei illegalen Aktivitäten ohne Betriebserlaubnis ist die Abteilung für Durchsetzung und Anlegerschutz (Enforcement and Investor Protection Department) zuständig. Die Polizei fordert zudem dazu auf, illegale Aktivitäten bei der nächsten Station zu melden oder im Notfall die 911 zu wählen.





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