Philippinischer Peso erreicht neuen Rekordtiefstand gegenüber dem US-Dollar
EditDer philippinische Peso ist am Mittwoch auf ein neues Rekordtief gefallen. Die Währung verlor gegenüber dem US-Dollar 27,1 Centavos bzw. 0,43 Prozent und schloss bei einem Kurs von 63,361 Peso pro Dollar. Damit unterschritt der Peso erneut die Marke von 63 Peso pro Dollar. Im Tagesverlauf erreichte die Währung mit 63,373 Peso sogar einen noch niedrigeren Zwischenstand und übertraf damit das vorherige Rekordtief von 63,23 Peso vom vergangenen Freitag.
Mehrere Faktoren trugen zum Wertverlust bei. Neben der anhaltenden Stärke des US-Dollars belasteten geopolitische Unsicherheiten und steigende Ölpreise die Währung. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um 1,5 Prozent auf 110,40 US-Dollar pro Barrel, während WTI auf 99,27 US-Dollar zulegte. Da die Philippinen Nettoimporteur von Energie sind, erhöhen hohe Ölpreise die Importkosten und steigern die Nachfrage nach US-Dollar. Zudem meldete die Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) für September ein Defizit in der Zahlungsbilanz in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar, was die Sorgen um die externe Position des Landes verstärkte.
Im Gegensatz zum schwachen Peso konnte sich der Leitindex der philippinischen Börse, der PSEi, leicht erholen. Er stieg um 15,34 Punkte oder 0,26 Prozent auf 5.821,51 Punkte, was vor allem auf Käufe ausländischer Investoren zurückzuführen war. Diese verzeichneten Nettozuflüsse in Höhe von 503,33 Millionen Peso. Trotz des Indexgewinns war die Marktbreite negativ, da 18 Titel fielen, während nur neun stiegen.
Im Sektor gab es gemischte Bewegungen: Während der Dienstleistungssektor um 1,53 Prozent zulegte und Aktien von Ayala Land Inc. um 3,09 Prozent stiegen, verzeichnete der Finanzsektor einen Rückgang von 0,61 Prozent. PLDT Inc. war mit einem Minus von 4 Prozent der größte Verlierer. Anleger zeigen sich angesichts anhaltender Inflationsrisiken und der Währungsschwäche vorsichtig, während die Entscheidung der Zentralbank zur Geldpolitik bevorsteht.






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