Philippinische Schweinezüchter kündigen dreitägigen Lieferstopp als Protest an
EditVorübergehende Engpässe bei der Schweinefleischversorgung drohen Verbrauchern in der Metropolregion Manila. Der Grund dafür ist ein dreitägiger sogenannter „Pork Holiday“, der von der AGAP für den Zeitraum vom 22. bis 24. Oktober angekündigt wurde. Während dieser Zeit werden teilnehmende Schweinezüchter die Lieferung lebender Tiere an die lokalen Märkte vorübergehend aussetzen.
Die Aktion hat massive finanzielle Verluste innerhalb der heimischen Branche sowie die aktuelle Importpolitik der Regierung zum Hintergrund. Laut Nicanor „Nikki“ Briones, Abgeordneter der AGAP-Parteiliste, belaufen sich die täglichen Verluste der lokalen Produzenten auf schätzungsweise 350 Millionen Pesos. Hohe Produktionskosten sowie der starke Wettbewerbsdruck durch importiertes Schweinefleisch sind die Hauptursachen.
Die Züchter fordern konkrete Maßnahmen der Regierung, darunter die Rückkehr zu höheren Importzöllen. Konkret werden Zölle von 30 Prozent für Lieferungen innerhalb des festgelegten Mindestimportvolumens sowie 40 Prozent für Importe, die über dieses Kontingent hinausgehen, gefordert. Zudem verlangt die Gruppe eine vorübergehende Aussetzung der Erteilung von Importgenehmigungen sowie eine strengere Überwachung importierter Fleischprodukte. Am Freitag, den 23. Oktober, sollen sich rund 800 Schweinezüchter aus dem ganzen Land vor dem Hauptsitz des Landwirtschaftsministeriums (Department of Agriculture, DA) versammeln, um auf die Notlage aufmerksam zu machen.
Die Protestierenden fordern zudem eine konsequentere Durchsetzung des Gesetzes gegen agrarwirtschaftliche Sabotage (Anti-Agricultural Economic Sabotage Act), um Schmuggel zu bekämpfen. Briones appellierte zudem an Händler und Einzelhändler, faire Preise beizubehalten, damit die Produzenten nicht die gesamte finanzielle Last der Branche tragen müssen.






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