Sicherheit: Metro Manila

Philippinen leiten ASEAN-Gipfel gegen grenzüberschreitende Kriminalität in Manila

Die Philippinen übernehmen als diesjähriges Vorsitzendes der ASEAN die Führung bei regionalen Bemühungen zur Bekämpfung der transnationalen Kriminalität. In Manila findet vom 19. bis 21. Oktober das 20. ASEAN-Ministertreffen zur transnationalen Kriminalität (AMMTC) sowie zugehörige Sitzungen statt.

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Symbolbild: Envato

Juanito Victor Remulla, der Minister für Inneres und Kommunalverwaltung, leitet die Gespräche über regionale Reaktionen auf schwerwiegende Sicherheitsbedrohungen. Auf der Agenda stehen unter anderem Menschenhandel, Cyberkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche sowie der illegale Schmuggel von Waffen. Das AMMTC gilt als das höchste politische Entscheidungsgremium des Regionalblocks für die Zusammenarbeit bei der Prävention und Bekämpfung solcher Verbrechen und umfasst auch Fragen des Grenzmanagements.

Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung sind Konsultationen mit den Dialogpartnern China, Japan und Südkorea geplant, um die Kooperation gegen grenzüberschreitende Kriminalität zu vertiefen. Ein Schwerpunkt liegt auf regionalen Initiativen, wie etwa Erklärungen zur Verhinderung von Online-sexuellem Missbrauch und der Ausbeutung von Kindern im digitalen Raum sowie durch Künstliche Intelligenz. Zudem soll die Rolle der ASEAN-Strafverfolgungsbehörden bei der Notfallvorsorge und Katastrophenhilfe gestärkt werden.

Die Bedeutung der philippinischen Bemühungen zeigt sich auch in der Einstufung durch die USA: Das Land wurde im Trafficking-in-Persons-Bericht der Vereinigten Staaten zum elften Mal in Folge als Tier-1-Staat geführt. Das Treffen endet mit der symbolischen Übergabe des AMMTC-Vorsitzes von den Philippinen an Singapur.