Neues EU-Philippinisches KI-Labor soll kleinen Unternehmen den Technologiezugang erleichtern
EditPhilippinische Start-ups und kleine Unternehmen sollen künftig die Möglichkeit erhalten, Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI) zu testen, bevor sie finanzielle Investitionen tätigen. Dies soll durch das neue EU-Philippinische AI Industry Lab ermöglicht werden, das Unternehmen mit technischem Fachwissen, Infrastruktur und Unterstützung bei Testverfahren versorgen will. Das Projekt folgt dem Prinzip „Testen vor Investieren“, um die Integration von KI in betriebliche Abläufe zu erleichtern.
Die Ankündigung erfolgte am 22. Oktober 2026 im Rahmen des AI Forums der Europäischen Handelskammer auf den Philippinen. Das Labor wird unter der DOST als assoziiertes Labor innerhalb des Programms „National AI Center for Research and Innovation“ aufgebaut. Die Initiative ist Teil der digitalen Zusammenarbeit zwischen der EU und den Philippinen im Rahmen der Global Gateway Strategie der EU, deren Volumen mittlerweile 40 Millionen Euro beträgt. Eine genaue Zuweisung der Mittel für das neue Labor wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Ziel der Initiative ist es, Mikro-, kleinen und mittleren Unternehmen sowie europäischen Firmen dabei zu helfen, KI in ihre Prozesse einzubinden, neue Produkte zu entwickeln und den Zugang zu Märkten und Investitionen zu verbessern. Geplante Unterstützungsleistungen umfassen KI-Infrastruktur, Cloud-Dienste sowie den Zugriff auf Datensätze aus dem Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm der EU, dem Programm für Geospatial Analytics and Technology Solutions sowie weiteren DOST-Programmen. Diese Ressourcen sollen die Entwicklung von KI-Anwendungen in Bereichen wie Energie, Gesundheit, Umwelt und Katastrophenvorsorge fördern.
Das Labor fungiert zudem als Bindeglied zwischen europäischen und philippinischen Innovatoren und Experten, wie etwa den European Digital Innovation Hubs oder AI Factories. Die Partnerschaften sollen sowohl lokale Universitäten als auch europäische Unternehmen einbeziehen, die auf den Philippinen tätig sind. Dabei wird auf EU-Erfahrung in den Bereichen Technologiestandards, Cybersicherheit, Datenschutz, geistiges Eigentum und KI-Governance zurückgegriffen. Details zum offiziellen Eröffnungstermin, zum Bewerbungsverfahren oder zu den anfallenden Kosten für Unternehmen liegen bislang nicht vor.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!