Sicherheit: Landesweit

Kooperation gegen Online-Betrug: Behörden und Telekommunikationsanbieter bündeln Kräfte

Um die Abwehr von Cyberkriminalität und finanziellem Online-Betrug auf den Philippinen zu stärken, haben das Büro für Cyberkriminalität des Justizministeriums (DoJ-OoC) und NTC eine breite Allianz gebildet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, einen einheitlichen Rahmen zur Bekämpfung technologiebasierter Finanzdelikte zu schaffen.

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Symbolbild: Envato

Im Rahmen eines Koordinierungstreffens unter der Leitung der NTC kamen Regierungsvertreter mit Akteuren aus der Kreditkartenbranche sowie den großen Mobilfunkanbietern Globe Telecom, Smart Communications und DITO Telecommunity zusammen. Die Kooperation konzentriert sich darauf, die Übermittlung elektronischer Beweise und lebenswichtiger Informationen für laufende Ermittlungen zu beschleunigen. Um strukturelle Engpässe zu beseitigen, sollen Meldeverfahren für Vorfälle vereinfacht, die Arbeitsabläufe bei der Überweisung von Fällen zwischen den Behörden modernisiert und Kommunikationswege formalisiert werden. Dies soll eine schnellere Reaktion auf Beschwerden ermöglichen, die mehrere Institutionen betreffen.

Laut DoJ-OoC soll durch die erweiterte Zusammenarbeit das Durchsetzungsnetzwerk gestärkt werden. Finanzinstitute und Telekommunikationsanbieter sollen die Strafverfolgungsbehörden dabei unterstützen, Cyberkriminelle aufzuspüren und strafrechtlich zu verfolgen. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund steigender finanzieller Verluste durch digitalen Betrug.

Der Bericht „State of Scams Philippines 2026“, veröffentlicht von der Global Anti-Scam Alliance, Gogolook und Mastercard, verdeutlicht die Dimension des Problems: Im vergangenen Jahr verloren philippinische Erwachsene schätzungsweise 121,8 Milliarden Pesos durch Online-Betrug, wobei der durchschnittliche Verlust pro Opfer bei 10.427 Pesos lag. Zudem stieg der Anteil der Erwachsenen, die mindestens einen Betrugsversuch erlebten, von 77 Prozent im Jahr 2025 auf etwa 84 Prozent im aktuellen Berichtszeitraum. Ein durchschnittlicher Erwachsener ist demnach jährlich rund 151 Betrugsversuchen ausgesetzt.