Kultur: Landesweit

Kontroverse um Voice-over-Aufnahme in japanischem Zug

Die Schauspielerin Gabbi Garcia und ihr Partner Khalil Ramos sehen sich nach einer Online-Debatte mit Kritik konfrontiert. Auslöser war ein Video, das Garcia bei der Arbeit in einem japanischen Zug zeigt. In dem inzwischen gelöschten Clip war zu sehen, wie die Schauspielerin Voice-over-Aufnahmen für die Reality-Show „Pinoy Big Brother“ während einer Zugfahrt in Osaka tätigte.

Cultural Parade with children wearing traditional costumes and masks celebrating their heritage
Symbolbild: Envato

Einige Internetnutzer kritisierten das Verhalten von Garcia und warfen ihr vor, im Zug zu laut gewesen zu sein. In Japan gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln üblicherweise eine strikte Etikette der Ruhe, um die Mitreisenden nicht zu stören. In dem Video waren im Hintergrund zudem Stimmen anderer Passagiere zu hören.

Garcia reagierte auf die Vorwürfe und erklärte, dass die Aufnahme lediglich drei bis fünf Sekunden gedauert habe. Sie wies die Kritik zurück und merkte an, dass es im Zug ohnehin laut gewesen sei. Das Telefon sei lediglich nah an ihr gewesen, weshalb die Aufnahme laut wirkte. Sie betonte, dass sie keineswegs geschrien habe.

Auch Khalil Ramos verteidigte seine Partnerin. Er verwies darauf, dass sie auf ihren Reisen ebenfalls oft laute Fahrgäste erlebt hätten, wie etwa Jugendliche auf dem Weg zum Universal Studios. Er stellte die moralische Überlegenheit derer infrage, die sich über die Situation echauffierten und dabei die japanische Kultur als Argument nutzten.

Unterstützung erhielt Garcia von anderen Nutzern im Netz. Diese argumentierten, dass sie die Aufnahme möglicherweise unter Zeitdruck getätigt habe, um den Produktionsabläufen der Show gerecht zu werden. Die neue Staffel von „Pinoy Big Brother“ soll am 24. Oktober Premiere feiern.