Gesellschaft: Guimaras, Iloilo

Kapazitätsengpässe auf der Route Iloilo-Guimaras: Sechs Boote wegen fehlender Zertifikate vorübergehend außer Betrieb

Auf der wichtigen Fährverbindung zwischen Iloilo und der Insel Guimaras ist es zu Einschränkungen im Schiffsverkehr gekommen, da sechs Boote aus Fiberglas, die von der Guimaras Island Transport Multipurpose Cooperative (JITMC) betrieben werden, ihren Dienst vorübergehend eingestellt haben. Grund für den Stillstand sind abgelaufene Dokumente sowie weitere noch nicht erfüllte Anforderungen zur Einhaltung von Vorschriften.

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Symbolbild: Envato

Die Reduzierung der verfügbaren Schiffe hat zur Folge, dass die Wartezeiten an den Häfen gestiegen sind, besonders an Montagen und Freitagen, wenn das Passagieraufkommen erfahrungsgemäß höher ist. Da es keine Brücke von Guimaras zum Festland gibt, stellt die kurze Seestrecke nach Iloilo City die einzige praktische Verbindung für Pendler, Studenten, Arbeitnehmer und Händler dar, die täglich zwischen den Orten reisen.

Die betroffenen Schiffe haben verschiedene Anforderungen nicht mehr aktuell, wie Nicole Marie Amuan-Arpa, Rechtsbeauftragte der Maritime Industry Authority (MARINA) Region 6, in einem Radiointerview erläuterte. Dies betrifft unter anderem die Standards für die Ausbildung, Zertifizierung und Wachsamkeit von STCW, das Sicherheitsmanagement sowie die jährlichen Sicherheitsinspektionen. Die Ablaufdaten der Dokumente begannen im Juli und häuften sich in den darauffolgenden Wochen. Zudem sind einige der betroffenen Schiffe für anstehende Arbeiten im Trockendock vorgesehen.

Um die verringerte Kapazität zu bewältigen, trat die MARINA am 18. August in Gespräche mit der Lokalregierung von Jordan und der Provinzverwaltung von Guimaras, um Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Passagierdienstes zu erörtern. Als erste Reaktion wurde am 19. August ein größeres Schiff der JITMC eingesetzt, das vorläufig mit einem Interimszertifikat operieren darf, während die restlichen Compliance-Anforderungen erfüllt werden. Eine weitere mögliche Maßnahme ist die Hinzunahme zusätzlicher Schiffe und Betreiber auf der Route. Andere Anbieter, darunter die 3S Marine Transport Services Corp. sowie Buenavista und Jordan Ferry, halten den Betrieb auf der Strecke derzeit aufrecht.

Die Regulierungsbehörden verfolgen bei der Dokumentation kleinerer Fahrzeuge in der Meerenge seit August 2019 eine sehr strikte Linie, nachdem ein schweres Unglück, bei dem drei Motorboote in rauem Wasser kenterten und 31 Menschen das Leben kosteten, eine umfassende Überprüfung der Sicherheitsstandards für die kleineren Boote auslöste, die den Großteil der Passagiere auf dieser Route befördern.

Die MARINA weist darauf hin, dass Betreiber bereits drei Monate vor Ablauf ihrer Dokumente die Möglichkeit haben, Erneuerungen und technische Anforderungen zu bearbeiten. Während die eigentliche Bearbeitung durch die Behörde nach Vorliegen aller Unterlagen nur etwa drei bis vier Tage dauert, können die technischen Vorbereitungen und die Einhaltung der Compliance-Vorgaben deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Die Behörde mahnte die Betreiber, den Erneuerungsprozess nicht erst bei Ablauf der Fristen einzuleiten, um Betriebsunterbrechungen und einen Mangel an verfügbaren Booten zu vermeiden. Die MARINA 6 koordiniert sich weiterhin mit den lokalen Verwaltungseinheiten, um Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen für die Passagiere zu treffen.