Steigende Militärrenten gefährden Modernisierung der philippinischen Streitkräfte
EditDie Bestrebungen der Philippinen, ihre Streitkräfte durch moderne Schiffe, Flugzeuge und andere Verteidigungsressourcen zu modernisieren, geraten durch massiv steigende Rentenverpflichtungen unter Druck. Das Verteidigungsministerium (Department of National Defence, DND) hat für das Jahr 2027 einen geplanten Gesamthaushalt von 324,6 Milliarden Pesos vorgeschlagen.
Ein erheblicher Teil dieser Mittel ist für die Renten von Militär- und MUP vorgesehen. Das Ministerium plant, 142,95 Milliarden Pesos (etwa 2,3 Milliarden US-Dollar) für diese Rentenzahlungen aufzuwenden. Dieser Betrag liegt um 7 Prozent höher als die 133,91 Milliarden Pesos, die im Haushaltsgesetz für 2026 (General Appropriations Act) vorgesehen waren.
Das aktuelle Rentensystem unterscheidet sich grundlegend von dem ziviler Arbeitnehmer: Während Zivilangestellte in der Regel Beiträge aus ihren Gehältern leisten, sind Militärangehörige nicht zu Rentenbeiträgen verpflichtet. Die Zahlungen werden stattdessen vollständig aus dem nationalen Haushalt finanziert. Trotz Warnungen von Gesetzgebern vor der mangelnden Nachhaltigkeit des Systems liegen Reformvorschriften zur Neugestaltung der Renten für die Streitkräfte bereits seit längerer Zeit unentschlossen im Kongress. Diese finanzielle Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks der USA auf Manila, die eigenen Verteidigungsausgaben zu erhöhen.





