Sicherheit: Landesweit

Innenministerium plant Hauskontrollen zur Überprüfung der Waffensicherheit

Das philippinische Innenministerium (Department of the Interior and Local Government, DILG) plant neue Maßnahmen, um die sichere Verwahrung von Schusswaffen zu kontrollieren. Wie Innenminister Jonvic Remulla am Donnerstag, den 27. August, im Rahmen einer Anhörung zum Haushaltsplan 2027 des Ministeriums erklärte, sollen Hausinspektionen eingeführt werden. Ziel ist es, sicherzustellen, dass rechtmäßige Waffenbesitzer die vorgeschriebenen Sicherheitsvorgaben einhalten.

Silver Police Badge Symbols on a White Backgroundmaxxyustas
Symbolbild: Envato

Der Vorschlag folgt auf Vorfälle von Schulschießereien in Tacloban City und Zamboanga City, bei denen Schusswaffen im Besitz von Angehörigen der Sicherheitskräfte zum Einsatz kamen. Während einer parlamentarischen Anhörung fragte der Abgeordnete der Akbayan-Partei, Dadah Kiram Ismula, nach den Maßnahmen des DILG als Reaktion auf diese Vorfälle. Remulla erläuterte, dass die Durchführungsbestimmungen (Implementing Rules and Regulations, IRR) geändert werden müssten, PNP den Zugang zu den Wohnräumen aller legalen Waffenbesitzer zu gewähren. Die Polizei soll die Verwahrungsprozesse mithilfe einer Checkliste überprüfen können.

Hintergrund der Forderung sind konkrete Sicherheitsmängel bei der Aufbewahrung von Waffen. Im Fall in Tacloban City hatte ein Minderjähriger die Pistole seiner Tante entwendet, die auf einem Tisch gelegen hatte. In einer Untersuchung des Senats im Juli gab die Tante an, das Kind habe sich gewaltsam Zugang zu ihrem Kunststoffschrank verschafft, in dem sie die Waffe aufbewahrt habe. Bei dem Vorfall in Zamboanga City wurde die Schusswaffe offenbar einfach in einem Fahrzeug zurückgelassen, sodass der Täter problemlos darauf zugreifen konnte.

Remulla wies darauf hin, dass es im Land über vier Millionen registrierte Handfeuerwaffen gebe, die sich sowohl im Besitz von Privatpersonen als auch von uniformiertem Personal befinden. Es liege daher in der Verantwortung der PNP, die Sicherheit dieser Waffen zu kontrollieren. Er räumte ein, dass der Vorschlag auf Widerstand stoßen könnte, da er als Eingriff in die Rechte der Bürger interpretiert werden könnte. Remulla betonte jedoch, dass der Besitz einer Waffe kein verfassungsmäßig verankertes Recht, sondern ein Privileg sei.

In den genannten Städten wurden bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Die PNP bestätigte am Mittwoch, dass gegen den Besitzer der Waffe aus Zamboanga City Anzeige wegen fahrlässiger Fahrlässigkeit mit Todesfolge und Körperverletzung erstattet wurde. In Tacloban City empfahlen Staatsanwälte zudem die Anklage gegen die Tante des Minderjährigen wegen fahrlässiger Fahrlässigkeit mit mehreren Todesfolgen und Verletzungen. Nach geltendem Recht ist fahrlässige Fahrlässigkeit eine Straftat, die gegen Kaution begangen werden kann.

Das DILG strebt an, dass die geplanten Inspektionen angekündigt werden, um die Besitzer vorab zu informieren. Zudem forderte Remulla die Gesetzgeber auf, die Strafen für Waffenbesitzer zu verschärfen, wenn deren Waffen für illegale Zwecke verwendet werden. Bisher ist die Polizei lediglich befugt, die Dokumente und die Einhaltung der Vorschriften bei der Beantragung oder Verlängerung einer Waffenerlaubnis zu prüfen, darf jedoch keine Hausbesuche durchführen.