Davao City plant solarbetriebene Bewässerung für Berglandwirtschaft
EditUm die landwirtschaftliche Produktion in den höher gelegenen Gebieten von Davao City gegen die Auswirkungen von El Niño abzusichern, schlägt der Landwirtschaftsausschuss des Stadtrats ein Projekt zur solarbetriebenen Bewässerung vor. Die Initiative soll wertvolle Nutzpflanzen und die lokale Lebensmittelversorgung vor extremer Hitze schützen.
Hintergrund der Maßnahmen sind Warnungen der staatlichen Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration) vor El Niño-Bedingungen. Diese könnten die Temperaturen in den Tiefebenen von Mindanao bis Oktober 2026 auf bis zu 30,2 °C ansteigen lassen. In Davao City wurden zuletzt bereits Hitzeindizes von bis zu 40 °C gemessen. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Stadtrat Ralph Abella, betonte während einer Sitzung des Stadtrats am Dienstag, den 25. August 2026, dass proaktive Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit notwendig seien. Zwar seien die Erträge der derzeit angebauten hochwertigen Kulturen noch nicht massiv beeinträchtigt, doch die Sicherung einer zuverlässigen Wasserversorgung bleibe oberste Priorität, um die Lebensmittelpreise in der Gemeinde stabil zu halten.
Erste landwirtschaftliche Untersuchungen in verschiedenen Hochlandgebieten wurden bereits durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der NIA fanden Erhebungen in den Barangays Mapula, Tapak, Pañalum und Mabuhay statt. Für Mapula wird der Bau eines Bewässerungsdamms in Betracht gezogen, der auch die umliegenden landwirtschaftlichen Gebiete versorgen soll. Eine weitere Untersuchung, die gemeinsam mit dem städtischen Landwirtschaftsamt durchgeführt wurde, konzentrierte sich auf Sitio Malapangi im Barangay Malabog. Dieses Gebiet liegt laut ersten Beobachtungen etwa 1.000 Meter über dem Meeresspiegel.
Das geplante Solarsystem für Malabog sieht vor, Wasser aus einer natürlichen Quelle, die etwa 300 Meter unter der Hauptstraße liegt, was einer Höhe von etwa 1.300 Metern über dem Meeresspiegel entspricht, in höher gelegene Tanks zu pumpen. Von dort aus soll die Verteilung der Wasserressourcen mittels Schwerkraft erfolgen. Abella wies darauf hin, dass die Umsetzung des gesamten Infrastrukturnetzes Zeit in Anspruch nehmen werde, da technische Bewertungen und Finanzierungsfragen noch geklärt werden müssen. Er plant, den vollständigen Projektentwurf sowie eine Machbarkeitsstudie in der ersten Septemberwoche bei der Stadtverwaltung einzureichen.
Zusätzlich zur langfristigen Infrastruktur empfahl Abella den lokalen Erzeugern Methoden wie ökologisches Container-Gärtnern, ländliche Gartenarbeit und Vermikompostierung, um die Bodenfeuchtigkeit in Trockenperioden besser zu halten. Parallel dazu arbeitet die Stadtverwaltung an der Einrichtung eines Handelszentrums für die Ernte nach der Ernte im Hochland. Dies soll die Handhabung der Erzeugnisse verbessern, Verluste nach der Ernte reduzieren und die Landwirte in den Bergen direkter mit kommerziellen Käufern vernetzen.




