Friedensabkommen in Mindanao verzögert sich durch ausstehendes Treffen
EditDie formelle Beendigung des jahrzehntelangen Moro-Konflikts verzögert sich, da die Unterzeichnung des entscheidenden sogenannten Exit Agreement noch aussteht. Grund für den Stillstand ist ein noch nicht terminierter hochrangiger Dialog im Malacañang-Palast zwischen Präsident Ferdinand Marcos Jr. und dem Vorsitzenden der MILF, Ahod „Al Haj Murad“ Ebrahim.
Ebrahim hatte in einem Schreiben vom 1. Oktober ein Treffen beantragt, um ausstehende Verpflichtungen innerhalb des Friedensprozesses zu erörtern. Claire Castro, Unterstaatssekretärin im Pressestabs des Palastes, bestätigte am Dienstag, dass die Organisation des Treffens derzeit läuft, ein offizielles Datum jedoch noch nicht feststeht.
Das ausstehende Abkommen ist für die Entwaffnung und die abschließende Phase des Friedensprozesses essenziell, von der etwa 14.000 ehemalige Kämpfer betroffen sind. Da Ebrahim als Vorsitzender der MILF der alleinige Unterzeichner für die Rebellengruppe ist, ist das Dokument ohne ihn nicht rechtskräftig. Der aktuelle Friedensrahmen geht auf das Tripoli-Abkommen von 1976 unter dem ehemaligen Präsidenten Ferdinand Marcos Sr. zurück.
Die Verzögerung BARMM nach den ersten Parlamentswahlen. Während Marcos bereits Gespräche mit anderen Akteuren wie dem interimistischen Ministerpräsidenten Abdulraof Macacua von der BFP und Vertretern der BARMM Grand Coalition führte, steht ein Empfang der MILF-Führung im Palast noch aus. Die politische Landschaft in der Region ist derzeit durch ein enges Rennen um die Mehrheit im Parlament geprägt: Die BFP sicherte sich 31 Sitze, während die politische Partei der MILF, die United Bangsamoro Justice Party, mit 30 Sitzen knapp dahinter liegt.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!