Sport: Landesweit

Carlos Yulo kämpft nach dichtem Wettkampfplan mit mentaler Erschöpfung

Der philippinische Turner Carlos Yulo hat eingeräumt, unter mentaler Erschöpfung zu leiden. Grund dafür ist der extrem straffe Zeitplan zwischen den 20. Asienspielen und den FIG-Kunstturn-Weltmeisterschaften in Rotterdam, Niederlande. Der 26-Jährige erklärte, dass die kurze Zeitspanne zwischen den beiden großen Wettbewerben kaum Erholung zugelassen habe. Trotz der Belastung betonte er jedoch, dass er dankbar für die Möglichkeit sei, weiterhin auf der Weltbühne antreten zu können.

Two Men Playing Basketball on Outdoor CourtPressmaster
Symbolbild: Envato

Trotz der Erschöpfung konnte Yulo seine sportliche Leistung unter Beweis stellen. Er qualifizierte sich im Boden mit 14,500 Punkten für das Finale und erreichte im Sprung mit 14,266 Punkten ebenfalls die Endrunde. Der zweimalige Olympiasieger gab zu, dass er zwar nach außen hin entspannt wirken mag, es ihm jedoch intern schwerfalle, das richtige Tempo in seinen Übungen zu finden.

Yulo blickte zudem auf eine schwierige Phase vor den Asienspielen zurück, die er als sehr stressig beschrieb. Diese Erfahrung habe ihn jedoch reifer und stärker gemacht. Er gab an, dass er aufgrund dieser Entwicklung nun versuchen wolle, neue Dinge auszuprobieren, insbesondere in Bezug auf seine eigene Persönlichkeit. Für die aktuellen Weltmeisterschaften stehe für ihn die Sicherheit an erster Stelle; er hoffe, seine Übungen verletzungsfrei absolvieren zu können, da dies momentan das Wichtigste für ihn sei.

Der Kampf um die Weltmeistertitel gestaltet sich schwierig, da Yulo gegen etablierte Konkurrenten antritt. Im Bodenwettbewerb fordern Arsenii Dukhno aus Russland, der seinen ersten Titel in der Seniorenklasse anstrebt, und der israelische Titelverteidiger Artem Dolgopyat den Philippiner heraus. Beim Sprung stehen zudem der philippinisch-britische Turner Jake Jarman sowie der armenische Olympia-Silbermedaillengewinner Artur Davtyan im Weg, falls Yulo einen zweiten Weltmeistertitel in Folge anstrebt.