Steigende Kaffeepreise belasten philippinische Cafés
EditAb Dezember werden die Auswirkungen der aktuellen Marktlage auf dem philippinischen Kaffeemarkt spürbar sein und könnten bis zum ersten Quartal 2027 anhalten. Die philippinische Kaffeeindustrie steht vor erheblichen Preissteigerungen auf dem Einzelhandelsmarkt.
Hauptursache für die Entwicklung sind die stark gestiegenen internationalen Kaffeepreise, insbesondere für Bohnen aus Brasilien. Da brasilianische Bohnen in den letzten drei Jahren einen Großteil der Mischungen in lokalen Cafés ausgemacht haben, trifft der Mangel an verfügbaren Beständen die Branche hart. Selbst große Händler finden derzeit keine Quellen mehr, und der Versuch, auf lokale Bohnen auszuweichen, erweist sich als schwierig, da diese im Vergleich zu den brasilianischen Importen teurer sind. Während brasilianische Arabica-Bohnen auf dem Handelsmarkt zwischen 650 und 750 Pesos pro Kilo liegen, bewegen sich die Preise für Bohnen aus Benguet zwischen 750 und 900 Pesos pro Kilo.
Zusätzlich zu den globalen Marktschwankungen leidet die heimische Produktion unter den Folgen von El Niño und steigenden Produktionskosten. Das Philippine Coffee Board (PCB) prognostiziert für das Jahr 2026 eine Ernte von weniger als 30.000 Metrischen Tonnen. Laut einem Bericht von Bloomberg sind die Bestände an Arabica-Bohnen in den Lagerhäusern der Börsen auf den niedrigsten Stand seit 1999 gefallen, was die Preise in diesem Jahr auf ein Rekordniveau getrieben hat. Eine Stabilisierung der Preise wird erst erwartet, wenn sich die Lagerbestände wieder aufgebaut haben.
Neben den Rohstoffpreisen belasten weitere Faktoren die Kostenstruktur, darunter verzögerte Lieferungen, steigende Kraftstoffpreise sowie die jüngste Anhebung des Mindestlohns durch das DOLE. Laut Ceasario Rex Kapunan, Direktor des PCB, werden vor allem kleine, unabhängige Cafés unter diesen Kosten leiden. Große Ketten könnten die Mehrkosten durch Großeinkäufe teilweise abfedern, während kleine Betriebe sowie Kunden, die auf Einzelbestellungen angewiesen sind, mit Preissteigerungen oder Lieferengpässen rechnen müssen.






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