Senatsminoritätsführer fordert höhere Bildungsausgaben für die Philippinen
EditEin dringender Appell zu höheren und effizienteren Investitionen in das Bildungswesen der Philippinen ging vom philippinischen Senatsminoritätsführer Alan Peter Cayetano aus. DepEd für das Jahr 2027 betonte Cayetano, dass die heutigen Ausgaben entscheidend für die Qualität der künftigen Arbeitskräfte und die wirtschaftlichen Aussichten des Landes in den nächsten fünf bis 15 Jahren seien. Er stellte die Frage, wie das Land mehr Geld ausgeben, dabei aber gleichzeitig klüger agieren könne.
Ein zentraler Kritikpunkt des Senators ist die massive Diskrepanz bei den Pro-Kopf-Ausgaben. Unter Bezugnahme auf die Zahlen von 2025 wies er darauf hin, dass das DepEd ein Budget von etwa 734 Milliarden Pesos für 21 Millionen Schüler bereitstellte, was etwa 34.690 Pesos pro Kopf entsprach. Im Gegensatz dazu verfügte die Philippine Science High School (PSHS) über ein Budget von 2,4 Milliarden Pesos für knapp 11.000 Schüler, was einem Betrag von rund 224.000 Pesos pro Person gleichkam. Obwohl Cayetano anerkannte, dass PSHS-Schüler durch Wettbewerbsprüfungen ausgewählt werden und zu den leistungsstärksten Absolventen der Grundschule gehören, verdeutlichte er, dass die ungleiche Ressourcenverteilung die Lernbedingungen stark beeinflusse. Er forderte, die Mittel für öffentliche Schulen näher an das Niveau der PSHS heranzuführen, um ein besseres Land zu schaffen.
Neben der Finanzierung thematisierte Cayetano auch die Unterrichtsqualität. Er kritisierte die großen Klassenunterschiede: Während an der PSHS etwa 30 Schüler pro Klasse unterrichtet werden, liegen die Zahlen an öffentlichen Schulen zwischen 50 und 70, in Einzelfällen sogar bei bis zu 100 Personen. Zudem äußerte er Besorgnis über verkürzte Schulzeiten. Er betonte, dass Schüler ausreichend Zeit mit Lehrkräften und Mitschülern benötigen, nicht nur für den akademischen Unterricht, sondern auch für die soziale Entwicklung. Bildungsminister Sonny Angara erklärte hierzu, dass Schulen Flexibilität bei den Zeitplänen erhielten, um sich auf die erwarteten El Niño-Bedingungen vorzubereiten, insbesondere um die heißesten Stunden des Tages zu meiden. Cayetano mahnte jedoch, dass die Bildungsqualität bei solchen Entscheidungen und der Ressourcenallokation oberste Priorität behalten müsse. Er wies zudem auf Lücken in der technischen und beruflichen Bildung hin, da etwa ein Drittel der Schulen nicht über die notwendige Ausrüstung für die angebotenen Programme verfüge.
Bildungsminister Sonny Angara unterstrich die Notwendigkeit zusätzlicher Mittel, um Defizite bei Klassenzimmern, Personal und der Unterstützung der Lernenden zu beheben. Das Ministerium beantragte für 2027 zusätzlich 147,93 Milliarden Pesos zum geplanten Budget, während die vom Repräsentantenhaus genehmigte Version 969,79 Milliarden Pesos für den Bildungssektor vorsah. Angara räumte ein, dass die Sicherung der zusätzlichen Mittel schwierig sein könnte. Er befürwortete zudem das Ziel, die Bildungsausgaben auf mindestens 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, um internationalen Standards zu entsprechen, was er als wichtigen Mindestmaßstab bezeichnete.
Ein weiteres Problem stellt die hohe Zahl an Schulabbrechern dar. Laut Angara brachen etwa 321.000 Schüler die Schule ab. Als Hauptgründe nannte er häusliche Umstände, finanzielle Schwierigkeiten sowie geografische Barrieren. Zudem beeinflussten die langsame Rückkehr einiger Schüler nach der Covid-19-Pandemie sowie demografische Veränderungen die Einschreibungszahlen. Cayetano schlug eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und dem DILG vor, um Schüler, die über längere Zeiträume fehlten, nachzuverfolgen und diejenigen zu identifizieren, die vom Schulabbruch bedroht sind. Er verwies auf armutsbedingte Barrieren wie den Mangel an Schuluniformen, Schuhen und Nahrungsmitteln. BARMM, wo die Abbrecherquoten und andere bildungsrelevante Herausforderungen besonders hoch seien. Angara erklärte, dass die Region bereits durch ausländisch finanzierte Programme und Zuschüsse berücksichtigt werde.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!