Sara Duterte warnt vor Provokation Chinas durch Präsident Marcos
EditDie philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hat scharfe Kritik an Präsident Ferdinand Marcos Jr. geübt. Sie warf ihm vor, durch die Verknüpfung von nationaler Sicherheit mit mutmaßlichen Finanzströmen aus China an ein Unternehmen, das mit ihrem Ehemann in Verbindung steht, die Sicherheit des Landes und ihre eigene Person zu gefährden. In einer am 12. Oktober 2026 auf ihrer offiziellen Facebook-Seite veröffentlichten Erklärung bezeichnete Duterte die Haltung der Regierung als Eingeständnis, dass sie selbst als Vizepräsidentin nun als nationales Sicherheitsrisiko betrachtet werde.
Der Konflikt entzündete sich an Vorwürfen über Geldtransfers aus China an ein Unternehmen, das mit dem Ehemann der Vizepräsidentin, dem Anwalt Manases Carpio, in Verbindung steht. Laut Angaben, die im Rahmen des Impeachment-Verfahrens im Senat am 5. Oktober präsentiert wurden, erhielt die Cale88 Foods Corp., ein Exporteur von Bananenchips, Überweisungen in Höhe von 319,33 Millionen Pesos von Firmen aus dem chinesischen Festland. Ein Vertreter der Börsenaufsichtsbehörde SEC sagte vor dem Senat aus, dass Carpio zwischen 2021 und 2024 einen Anteil von 47,5 Prozent an Cale88 hielt. In den Unterlagen für das Jahr 2025, dem sogenannten General Information Sheet, taucht sein Name jedoch nicht mehr auf; stattdessen wird die Pikimong Philippines Corp. geführt. Interessanterweise hatte die Firma Pikimong bereits im Januar 2022 ein Foto von Bürgermeisterin Sara Duterte mit ihren Kokosnuss-Bananenchips auf Facebook gepostet.
Präsident Marcos hatte am vergangenen Sonntag erklärt, dass diese mutmaßlichen Zahlungen, sollten sie sich als wahr erweisen, eine Bedrohung auf höchster Ebene für die Philippinen darstellen könnten. Duterte kritisierte dies als gefährliche Provokation gegenüber China, einem Land mit einer langen Geschichte der Zusammenarbeit mit den Philippinen. Sie warf Marcos zudem vor, damit indirekt eine Einmischung Chinas in die inneren Angelegenheiten des Landes zu unterstellen. Zudem sah sie in der Rhetorik eine Warnung an philippinische Geschäftsleute, die mit China Handel treiben, da Marcos Geschäfte mit dem Land als Sicherheitsrisiko darstelle. Sie warf der Administration zudem vor, staatliche Machtmittel und Geheimdienste sowie Strafverfolgungsbehörden zu nutzen, um sie aus politischen Gründen zu überwachen, zu schikanieren und zu Fall zu bringen.
Zusätzlich zu den Vorwürfen gegen Cale88 behauptete der ehemalige Senator Antonio Trillanes IV. am 2. Oktober, dass die Tapang At Malasakit Alliance for the Philippines, Inc., eine Organisation von Duterte, 150 Millionen Pesos in bar von der chinesischen Botschaft erhalten habe. Duterte wies diese Anschuldigungen in einem Live-Stream auf ihrem Facebook-Konto zurück und bezeichnete sie als erfundene Narrative. Sie argumentierte, dass ihre politischen Gegner diese Geschichten nur konstruieren, weil das Impeachment-Verfahren gegen sie scheitere. Sie stellte die Frage in den Raum, ob es nun tatsächlich verboten sei, mit China Geschäfte zu machen, nur weil dies als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft werde.






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