Philippinisches Energieministerium plant Wasserkraft-Ausschreibung für Mindanao
EditIm März 2027 soll die siebte Runde der Green Energy Auctions (GEA-7) stattfinden, bei der der Ausbau der Wasserkraftkapazitäten im Fokus steht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Insel Mindanao, wo 175 MW durch Laufwasserkraftwerke bereitgestellt werden sollen. Diese Maßnahme folgt der Strategie der Regierung, Investitionen in erneuerbare Energien verstärkt in dieser Region zu fördern.
Neben den Projekten in Mindanao sieht das philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) weitere Kapazitäten vor: Für Luzon sind 150 MW Laufwasserkraft geplant, während in den Visayas 25 MW vorgesehen sind. Die Umsetzung für den Zeitraum 2028 bis 2031 ist angestrebt. Zusätzlich sollen landesweit Wasserkraftprojekte mit Speicherkapazitäten im Umfang von 200 MW realisiert werden, deren Inbetriebnahme zwischen 2031 und 2033 erfolgen soll. Die GEA-7 umfasst zudem Solarstrom-Projekte auf Dächern und Freiflächen mit einem Installationsziel von etwa 2.000 MW.
Während der PhilHydro Assembly im Manila Polo Club erläuterte Ariel Fronda vom Renewable Energy Management Bureau (REMB) die Details der Ausschreibung. Die Veröffentlichung der Richtlinien für die GEA-7 wird für Ende Oktober oder Anfang November 2026 erwartet. Die Registrierung soll in der ersten Dezemberwoche beginnen, gefolgt von der Bekanntgabe qualifizierter Bieter im Februar 2027. Der eigentliche Auktionsprozess ist für die erste Märzwoche 2027 angesetzt.
Um die Teilnahme zu erleichtern, hat das DOE die Mindestpunktzahl für die Projektbereitschaft von sieben auf fünf Punkte gesenkt. Diese Bewertung bezieht sich auf die vorliegenden Genehmigungen und Machbarkeitsstudien. Finanziell wird eine Sicherheitsleistung (Bid Bond) von 1 Million PHP pro Megawatt sowie eine Leistungsgarantie in Höhe von 5 % der Gesamtkosten gefordert. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit prüft das Ministerium zudem die Auswirkungen eines starken El Niño auf die Wasserkraft.
Energieministerin Sharon Garin wies auf ein mögliches Risiko eines Rückgangs der Stromerzeugung aus Wasserkraft um bis zu 40 % hin, wobei diese Schätzung noch validiert werden muss. Das DOE plant Umfragen unter Projektentwicklern, um die Auswirkungen des Wetterphänomens auf bestehende und in Planung befindliche Anlagen zu untersuchen.






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