Philippinischer Peso erreicht neuen Rekordtiefstand gegenüber dem US-Dollar
EditDer philippinische Peso ist am Montag auf ein neues Rekordtief von 63,09 Pesos pro US-Dollar gefallen. Laut Daten der Bankers Association of the Philippines (BAP) schloss die Lokalwährung mit einem Verlust von 10,5 Centavos im Vergleich zum Schlusskurs vom vorangegangenen Freitag, der bei 62,985 Pesos gelegen hatte.
Als Hauptgründe für die Abwertung werden die hohen globalen Ölpreise, die sich nahe einem Fünf-Monats-Hoch bewegen, sowie die Stärke des US-Dollars als sicherer Hafen angeführt. Der Dollar wertete zudem gegenüber dem Yen, dem Pfund und dem Euro auf, wobei letztere Währungen zusätzlich durch innenpolitische Bedenken unter Druck gerieten. John Paolo R. Rivera, Senior Research Fellow am Philippine Institute for Development Studies (PIDS), nannte neben der Dollarstärke und den Ölpreisen auch geopolitische Unsicherheiten und eine gestiegene Nachfrage nach Fremdwährungen als Faktoren.
Ein wesentlicher Grund für den Kursverfall liegt im Handelsbilanzdefizit des Landes. Daten der Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) zeigen, dass die Zahlungsbilanz (Balance of Payments, BOP) im September 2026 ein Defizit von 3,1 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Dies war das größte Defizit seit Januar 2025. Kumuliert beläuft sich das Defizit für den Zeitraum von Januar bis September 2026 auf 9,1 Milliarden US-Dollar, was den historisch breitesten Wert seit Beginn des Jahres darstellt.
Experten äußerten sich besorgt über die möglichen Folgen. Rivera warnte, dass eine anhaltende Abwertung die Inflation antreiben und die Kaufkraft der Haushalte schwächen könnte. Michael L. Ricafort, Chefökonom der Rizal Commercial Banking Corporation (RCBC), bestätigte den Zusammenhang mit den Rohölpreisen. Während der Peso im Tagesverlauf zwischen 62,98 und 63,17 Pesos schwankte, sieht Domini S. Velasquez von der China Banking Corporation (Chinabank) eine Chance auf Erholung durch die bevorstehende Rückkehr von Überweisungen aus dem Ausland. Sie prognostiziert einen Jahresendkurs von etwa 62,50 Pesos pro Dollar. Jonathan L. Ravelas von Reyes Tacandong & Co. erwartet hingegen eine Seitwärtsbewegung zwischen 62,95 und 63,30 Pesos im Vorfeld der anstehenden geldpolitischen Sitzung am Donnerstag.






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