Philippinen führen neue Regeln für Market Making ein
EditDie philippinische Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat ein neues Regelwerk für das sogenannte Market Making eingeführt. Damit schafft das Land erstmals einen umfassenden regulatorischen Rahmen für diese Praxis, die darauf abzielt, die Liquidität an den Kapitalmärkten zu erhöhen, die Effizienz des Handels zu verbessern und die Beteiligung von Investoren zu fördern.
Das neue Regelwerk gilt für Aktien sowie festverzinsliche Wertpapiere, die an einer Börse unter der Aufsicht der SEC gehandelt werden. Davon ausgenommen sind vorerst staatliche Wertpapiere, die dem Rahmen der Primärhändler des Schatzamtes (Bureau of Treasury) unterliegen, sofern die SEC dies nicht in Abstimmung mit dem Schatzamt ausweitet. Bisher unterlagen Market-Making-Aktivitäten den individuellen Richtlinien der selbstregulierenden Organisationen; die neuen Regeln etablieren nun eine einheitliche Basis für alle Börsen, um die Angleichung an internationale Standards zu gewährleisten.
Um als Market Maker tätig werden zu dürfen, müssen Teilnehmer von der jeweiligen Börse akkreditiert oder anerkannt sein und über ein nicht gemindertes eingezahltes Kapital von mindestens 150 Millionen Pesos verfügen, sofern die SEC keinen höheren Betrag festlegt. Zudem muss jedes Unternehmen mindestens einen Spezialisten benennen, der über mindestens drei Jahre einschlägige Erfahrung im Wertpapierhandel oder Market Making verfügt oder über gleichwertige Qualifikationen verfügt. Für Aktien müssen Market Maker zudem über einen festgelegten Zeitraum der Handelssitzung verbindliche zweiseitige Kurse (Kauf- und Verkaufspreise) bereitstellen.
Finanzminister Frederick D. Go begrüßte die Reform und erklärte, dass ein tieferer und liquiderer Kapitalmarkt das Vertrauen der Investoren stärken und Unternehmen dabei helfen werde, mehr Kapital zu beschaffen. Dies fördere wiederum produktive Sektoren, die Arbeitsplätze schaffen und das langfristige Wirtschaftswachstum unterstützen. Auch der SEC-Vorsitzende Francis E. Lim bezeichnete den Rahmen als wichtigen Meilenstein, um Reibungsverluste im Sekundärmarkt zu reduzieren und ein wettbewerbsfähigeres Handelsumfeld zu schaffen.
Um die Teilnahme zu fördern, sollen die Börsen Anreize wie reduzierte Transaktionsgebühren oder Liquiditätsrabatte anbieten. Unternehmen, die bereits Market-Making-Aktivitäten ausüben, erhalten eine Übergangsfrist von sechs Monaten, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Die Börsen sind zudem verpflichtet, ihre Richtlinien zur Umsetzung innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten der Regeln der SEC zur Genehmigung vorzulegen.





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