Gesellschaft: Landesweit

PhilHealth verbessert Gesundheitsversorgung für über 80.000 Inhaftierte

Die staatliche philippinische Krankenversicherung PhilHealth weitet ihre medizinische Versorgung auf landesweit mehr als 80.000 inhaftierte Personen (Persons Deprived of Liberty, PDLs) aus. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Bureau of Jail Management and Penology (BJMP) werden 28 Kliniken der Justizvollzugsanstalten offiziell akkreditiert.

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Symbolbild: Envato

Die Grundlage für diese Maßnahme bildet eine Vereinbarung (Memorandum of Agreement), die am 5. Oktober von der PhilHealth-Interimschefin Dr. Beverly Lorraine C. Ho und dem BJMP-Direktor Efren A. Nemeño unterzeichnet wurde. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Gesundheitsleistungen in den Gefängnisanlagen zu stärken und ein inklusiveres Gesundheitssystem im Sinne des Gesetzes zur universellen Gesundheitsversorgung (Universal Health Care) zu schaffen.

Im Zuge der Vereinbarung werden die Inhaftierten als Mitglieder bei PhilHealth registriert. Dadurch erhalten sie Zugang zu Leistungen des YAKAP-Programms (Yaman ng Kalusugan), was kostenlose Konsultationen, diagnostische Tests sowie kostenlose Medikamente im Wert von bis zu 20.000 Pesos pro Jahr umfasst.

Laut Dr. Ho stelle die Partnerschaft sicher, dass kein philippinischer Staatsbürger, einschließlich derer in Haft, von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen bleibt. BJMP-Direktor Nemeño betonte, dass die automatische Anmeldung im nationalen Krankenversicherungsprogramm dazu beitrage, langjährige Lücken in der öffentlichen Gesundheitsversorgung für diese besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppe zu schließen.