Wirtschaft: Landesweit

Kroatien plant Rekrutierung von 1.000 philippinischen Hotelangestellten

Kroatien möchte im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zwischen den Regierungen weitere 1.000 Arbeitskräfte aus den Philippinen für den Hotel- und Resortsektor anwerben. Neben dem Personal im Gastgewerbe prüft das Land zudem die Rekrutierung von philippinischen Pflegekräften und Krankenschwestern, um dem Arbeitskräftemangel in verschiedenen Schlüsselsektoren entgegenzuwirken.

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Symbolbild: Envato

Für den aktuellen Rekrutierungszyklus haben sich bereits 35 kroatische Hotels und Resorts dem Programm angeschlossen. Das DMW hat erste Stellenausschreibungen für 338 Positionen veröffentlicht, darunter Zimmerbedienstete, Köche, Küchenhilfen, Kellner, Reinigungskräfte, Bar-Kellner und Masseure. Die monatlichen Nettogehälter bewegen sich je nach Position und Arbeitgeber zwischen etwa 808 Euro und 1.200 Euro, was umgerechnet etwa 50.000 bis 75.000 Philippinischen Pesos entspricht. Die Vertragslaufzeiten sind auf einen Zeitraum von fünf Monaten bis zu drei Jahren ausgelegt.

Am vergangenen Montag unterzeichneten Ante Lončar, Generaldirektor des kroatischen Arbeitsamtes, und Jainal Rasul Jr., DMW, die überarbeiteten Richtlinien für die Anwerbung und Beschäftigung philippinischer Hotelangestellter in Kroatien. Laut Lončar dienen die aktualisierten Vorgaben dazu, die Schutzmaßnahmen für philippinische Beschäftigte zu stärken und deren Rechte sowie das Wohlergehen während der Arbeitszeit in Kroatien zu gewährleisten. Das kroatische Arbeitsamt untersteht dem dortigen Ministerium für Arbeit, Rentensystem, Familie und Sozialpolitik.

Der kroatische Honorarkonsul in Manila, Ivan Klarić, erklärte, dass die Beschäftigten voraussichtlich bis März nächsten Jahres eingesetzt werden sollen, um rechtzeitig zur touristischen Hochsaison zu beginnen. Die frühzeitige Rekrutierung soll ausreichend Zeit für die Bearbeitung von Dokumenten und Visa sowie für Schulungen und die Eingewöhnung bieten. Klarić wies zudem darauf hin, dass keine Kroatischkenntnisse erforderlich sind, was die Chancen für philippinische Arbeitskräfte in der Tourismusbranche erhöht.

Die wachsende Abhängigkeit Kroatiens von philippinischen Arbeitskräften zeigt die steigende Nachfrage in dem etwa vier Millionen Einwohner starken Land. Mit rund 18.500 Filipinos ist die philippinische Gemeinschaft bereits die drittgrößte ausländische Gruppe in Kroatien, nach Migranten aus Bosnien und Herzegowina sowie Serbien. Nebojša Koharović, der kroatische nichtansässige Botschafter in Manila, äußerte sich zudem dahingehend, dass man die Rekrutierung künftig auch auf Bereiche wie Hotelmanagement, Bauwesen und die Seefahrt ausweiten möchte.