Immobilienmarkt in Metro Manila: Überangebot an Eigentumswohnungen bremst neue Projekte
EditIn Metro Manila bremst ein Überangebot an Eigentumswohnungen die Einführung neuer Projekte. Der Bestand an unverkauften Einheiten liegt derzeit bei etwa 82.900 Wohnungen, was einem Vorrat für etwa 34 Monate entspricht.
Dieser Umstand zwingt viele Unternehmen, ihre Strategien anzupassen. Viele reduzieren die Einführung neuer Projekte und konzentrieren sich stattdessen auf die Verwaltung ihres Bestands sowie die Sicherung von Kapital. Laut Joey Roi Bondoc, Forschungsdirektor bei Colliers Philippines, ist dieser Rückgang bei Wohn- und Büroprojekten ein notwendiger strategischer Wendepunkt, um dem Markt Zeit zu geben, die vorhandenen Bestände aufzunehmen, bevor neues Angebot geschaffen wird.
Wirtschaftliche Faktoren wie ein geringes Wachstum, die Inflation und hohe Zinssätze haben die Kaufkraft der Käufer geschwächt. Dadurch ist die Schere zwischen Immobilienpreisen und dem mittleren Haushaltseinkommen weiter aufgegangen. Dies zeigt sich auch in den Verkaufszahlen: Die kombinierten Vorverkäufe der großen Entwickler Ayala Land Inc., SM Prime Holdings Inc., Robinsons Land Corp. und Megaworld Corp. sanken im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent. Laut aktuellen Branchenberichten, unter anderem von Leechiu Property Consultants, liegt der Grund hierfür auch im hohen Bestand an unverkauften Eigentumswohnungen.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum stabil. Daten von Colliers zeigen, dass Eigentumswohnungen im Preissegment zwischen 1,8 Millionen und 3,6 Millionen Pesos fast zwei Drittel der gesamten Nachfrage in Metro Manila im ersten Halbjahr ausmachten. Unterstützt wird dies durch staatliche Maßnahmen wie das soziale Wohnbauprogramm Pambansang Pabahay para sa Pilipino sowie die Erhöhung der maximalen Wohnungsbaudarlehen durch den Pag-IBIG Fund auf 10 Millionen Pesos.
Um Risiken zu streuen, weichen Unternehmen zudem auf regionale Wachstumszentren in Zentral- und Süd-Luzon sowie auf die Visayas und Mindanao aus, wo sie verstärkt Projekte mit Grundstücken und Häusern anbieten. Analysten wie Johann Tan von S&P Global Ratings mahnen jedoch zur Geduld. Eine umfassende Erholung des Wohnungssektors wird aufgrund hoher Baukosten, der Zinslage und des Überangebots voraussichtlich erst gegen Ende 2027 eintreten.






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