Windenergie-Projekt in Ilocos Norte: Bischof fordert Dialog und wissenschaftliche Studien
EditEin katholischer Bischof im Norden der Philippinen hat dazu aufgerufen, vor der Umsetzung eines massiven Offshore-Windenergieprojekts einen Dialog zu führen und wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Bischof Renato Mayugba aus Laoag warnte davor, dass die Entwicklung sauberer Energien nicht auf Kosten der Küstengemeinden gehen dürfe.
Das geplante Projekt mit dem Namen BuhaWind ist mit einem Volumen von 330 Milliarden Pesos dotiert. Die geplanten Windturbinen sollen in den Küstengewässern der vier Gemeinden Pasuquin, Burgos, Bangui und Pagudpud in der Provinz Ilocos Norte errichtet werden, einer Region, die bereits seit langem mit der Windenergiebranche der Philippinen verbunden ist.
Nach Angaben des Bistums könnten mehr als 6.500 lokale Fischer durch die im Rahmen des Projekts vorgesehenen 50 Meter breiten Sperrzonen für die Schifffahrt wirtschaftlich verdrängt werden. Zudem äußerte Mayugba ökologische Bedenken: Schwere Unterwasserfundamente und die ständige Lärmbelastung unter Wasser könnten die empfindlichen marinen Lebensräume in der Bucht von Bangui stören.
Der Bischof stellte klar, dass er die Diözese nicht als gegen erneuerbare Energien oder wirtschaftliches Wachstum gerichtet positioniere. Er betonte vielmehr, dass man für eine gerechte und inklusive Entwicklung eintrete. Eine wahre ökologische Wende erfordere, dass das Streben nach grüner Energie nicht die Armen oder die lokale Umwelt opfere.
Mayugba bezeichnete die natürlichen Ressourcen der Region als ein heiliges Vertrauen, das den Menschen dienen müsse und nicht allein als Anlagegut für private Investitionen betrachtet werden dürfe. Das Ziel des Bistums sei Kooperation statt Konfrontation zwischen der Regierung, den Projektentwicklern und den betroffenen Anwohnern.



