Vizepräsidentin Duterte fordert beschleunigtes Verfahren gegen ihren Vater vor dem ICC
EditICC in Den Haag dazu aufgerufen, das Verfahren gegen ihren Vater, den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, zu beschleunigen. Bei Gesprächen mit Journalisten am Mittwoch, den 29. Juli, äußerte sie die Sorge, dass der 81-Jährige eine langwierige Haft in der Fremde nicht überleben könnte.
Der ehemalige Präsident befindet sich bereits seit 16 Monaten in der Obhut des ICC. Da der offizielle Prozess erst für November angesetzt ist, bezeichnete die Vizepräsidentin diesen Zeitplan als zu weit entfernt. Sie betonte, dass der Gesundheitszustand ihres Vaters angesichts seines Alters keine weiteren drei bis fünf Jahre in Haft zulasse.
Während eines Besuchs in der Haftanstalt berichtete Sara Duterte, dass der ehemalige Präsident zwar mit den üblichen Altersbeschwerden zu kämpfen habe, jedoch derzeit wegen einer Hautentzündung medizinisch von der dortigen Gesundheitsstation behandelt werde. Die Familie betrachtet die Art und Weise, wie der ehemalige Regierungschef aus dem Land gebracht wurde, weiterhin als Ungerechtigkeit und zeigt sich verärgert über den Prozess.
Aufgrund der Dauer des Verfahrens habe die Familie bereits die Möglichkeit eines Todes in Haft thematisiert. Laut der Vizepräsidentin habe Rodrigo Duterte bereits Anweisungen für diesen Fall hinterlassen. Dennoch äußerte sie den Wunsch, dass er als Filipino auf philippinischem Boden sterben möge.




