Politik

Vier europäische Staaten treten dem ASEAN-Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit bei

Die Philippinen haben als amtierendes Vorsitz der ASEAN den Beitritt von vier europäischen Staaten zum ASEAN-Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit (TAC) begleitet. Schweden, Polen, Rumänien und Litauen sind den Vertrag beigetreten, wodurch sich die Zahl der Vertragsparteien auf insgesamt 62 erhöht. Dies erweitert die globale Reichweite des Abkommens weit über Südostasien hinaus.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Präsident Ferdinand Marcos Jr. bezeichnete die Ausrichtung der ersten hochrangigen Konferenz der Vertragsparteien (High-Level Conference of the High Contracting Parties) als Ehre für das Land. Die Veranstaltung fand im Malacañang-Palast anlässlich des 50. Jahrestages des TAC statt, der ursprünglich im Jahr 1976 unterzeichnet wurde. Der Vertrag gilt als richtungsweisender Kodex der ASEAN zur Sicherung der regionalen Stabilität.

Die Außenministerin Ma. Theresa Lazaro erklärte, dass die Konferenz dazu dient, Themen wie die Prävention von Konflikten, präventive Diplomatie, maritime Sicherheit sowie neue regionale Bedrohungen und Herausforderungen zu erörtern. Sie betonte dabei, dass Nachbarschaft nicht durch geografische Distanz, sondern durch gemeinsame Werte und Bestrebungen definiert werde.

In seiner Rede zog Präsident Marcos auch persönliche Bezüge zur Geschichte des Vertrages. Er erinnerte daran, dass sein Vater, der ehemalige Präsident Ferdinand Marcos Sr., bereits an der Unterzeichnung des Dokuments in Bali beteiligt war. Der Präsident verglich die diplomatischen Zusammenkünfte mit einem gemeinsamen Tisch, an dem Partnerschaften geschmiedet und der Frieden gewahrt werde.

An der Gedenkfeier zum 50. Jubiläum des TAC nahmen unter anderem der Senatspräsident Sherwin Gatchalian, der Sprecher des Repräsentantenhauses Faustino Dy III sowie verschiedene Außenminister und Kabinettsmitglieder teil.

Quellen

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