Politik

Umfrage: Geringes Interesse am Amtsenthebungsverfahren gegen Sara Duterte

Das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte findet nur bei einem kleinen Teil der Filipinos großes Interesse. Zwar ist eine Mehrheit der Bevölkerung über das Verfahren informiert, doch verfolgen nur wenige die Verhandlungen intensiv. Dies geht aus der ersten Ausgabe des „National Momentum Survey“ hervor, einer Umfrage des neu gegründeten Forschungsinstituts Momentum Research, die im Juli 2026 veröffentlicht wurde.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
Quelle: Google

Die Umfrage, die zwischen dem 13. und 16. Juli durchgeführt wurde, zeigt, dass 68 Prozent der Befragten vom Verfahren wissen. Allerdings verfolgten lediglich 12,6 Prozent die erste Woche des Prozesses genau. Eine Mehrheit von 55,5 Prozent hörte zwar von den Entwicklungen, verfolgte die Sitzungen jedoch nicht regelmäßig. Rund 29,1 Prozent gaben an, das Verfahren überhaupt nicht zu verfolgen.

Die Verhandlungen selbst werden von vielen als schwierig wahrgenommen. Etwa 32,2 Prozent der Teilnehmer empfanden die Sitzungen als ungeordnet und verwirrend, während 7,8 Prozent das Verfahren als zu technisch und schwer nachvollziehbar bezeichneten. Laut Cleve Arguelles, Gründer und CEO von Momentum Research, war die erste Woche stark von juristischem Fachjargon, Einwänden und technischen Argumenten zwischen den Anwälten und den Senatoren als Richtern geprägt. Diese juristischen Debatten seien für die breite Öffentlichkeit oft undurchsichtig.

Die Bevölkerung ist gespalten, wenn es um ein mögliches Urteil geht. 43,8 Prozent der Befragten halten es für zu früh, um eine Entscheidung über eine Verurteilung oder einen Freispruch der Vizepräsidentin zu treffen. 27,6 Prozent sprachen sich für eine Verurteilung aus, während 20 Prozent für einen Freispruch plädierten. Fast die Hälfte der Befragten, etwa 48 Prozent, hat bereits eine Meinung gebildet.

Gegen Sara Duterte werden verschiedene Vorwürfe erhoben, darunter der missbräuchliche Einsatz von vertraulichen Geldern, unerklärliches Vermögen, Bestechung von Personal im Bildungsministerium sowie ein mutmaßlicher Plan, den Präsidenten und seine Familie zu töten. Letzterer Vorwurf bezieht sich auf Aussagen aus dem November 2024, in denen Duterte angedeutet hatte, eine Person angewiesen zu haben, Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten, sollten gegen sie vorgegangen werden.

Quellen

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