Wirtschaft: Zamboanga Peninsula

Studierende der Entwicklungskommunikation untersuchen landwirtschaftliche Innovationen bei SEARCA

Im Rahmen eines Besuchs am 15. Juli 2026 haben 19 Praktikanten des Fachbereichs Entwicklungskommunikation (DevCom) die Arbeit des SEARCA in Los Baños kennengelernt. Die Studierenden stammten von der Zamboanga Peninsula Polytechnic State University (ZPPSU), der MSU und der UPLB. Der Besuch wurde in Kooperation mit dem CDC der UPLB organisiert, um aufzuzeigen, wie Kommunikation die landwirtschaftliche Innovation, das Wissensmanagement und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum unterstützt.

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Quelle: PIA

Paula Muyco, Program Specialist in der Abteilung für Graduate Scholarships und Institutional Development, erläuterte die Initiativen zur Förderung des Humankapitals. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Führungskräften sowie der Stärkung akademischer Institutionen. Die Praktikanten erhielten Informationen über Stipendienprogramme von SEARCA, die von Vollstipendien für Master- und Doktoranden bis hin zu Forschungsstipendien und gemeinsamen Programmen mit regionalen sowie internationalen Universitäten reichen. Ergänzend wurden Weiterbildungsangebote wie die Plattform „YES! Your English Sidekick“, Workshops für wissenschaftliches und politisches Schreiben sowie Möglichkeiten für den studentischen Austausch vorgestellt. Zudem thematisierte Muyco das Southeast Asian University Consortium for Graduate Education in Agriculture and Natural Resources (UC), ein Netzwerk, das durch Foren, Sommerkurse und gemeinsame Studiengänge die interdisziplinäre Forschung und akademische Zusammenarbeit fördert.

Rochella Lapitan, Program Specialist in der Abteilung für Forschung und Thought Leadership, präsentierte das sogenannte 4Ps-Modell, welches die Verknüpfung von Wissenschaft, Politik und Praxis durch die Säulen Pocket, Plate, Place und People herstellt. Sie verwies auf datengestützte Initiativen wie das Consortium for Agricultural Policy Research Initiatives (CAPRI), ein Politiknetzwerk mit elf Mitgliedstaaten, sowie die Southeast Asian Agricultural Statistics Database (SAASD), eine Datenbank mit offenem Zugang. Die vorgestellten Forschungsbereiche umfassen die Marktintegration von Kleinbauern, Ernährungsprogramme in Schulen, Kohlenstoffdynamiken bei der Landnutzung sowie klimaintelligente Aquakultur.

Dr. Emil John Cabrera, Program Head der Abteilung für Emerging Innovation for Growth, skizzierte Programme zur Beschleunigung der landwirtschaftlichen Transformation in Südostasien durch offene Innovation, Agri-Inkubation und Technologietransfer. Über das Förderprogramm „Grants for Research towards Agricultural Innovative Solutions“ (GRAINS) werden Innovationen direkt vor Ort finanziert, darunter KI-gesteuerte intelligente Futterautomaten für Fische in Malaysia oder die Zucht von Schwarzen Soldatenfliegen auf den Philippinen. Darüber hinaus wurden Partnerschaften mit Inkubatoren wie Impact Hub besprochen, die Start-ups in Laos, den Philippinen, Timor-Leste und Kambodscha unterstützen. Ein weiteres Projekt ist der Rice Straw Bioenergy Hub (RSBH), der Reisstroh und andere Rückstände in Bioenergie, Biokohle, Kompost oder Pilzsubstrate umwandelt, um das offene Verbrennen von Agrarrückständen zu vermeiden.

Monalinda Cadiz von der Knowledge Management Unit erklärte abschließend die Strategie, komplexe Forschungsergebnisse in zielgruppengerechte Wissensprodukte zu verwandeln. Dazu gehören unter anderem Policy Briefs, Handbücher, Fallstudien, Bücher sowie Artikel im „Asian Journal of Agriculture and Development“ (AJAD). Dieser Prozess der Wissensgewinnung und -verbreitung soll sicherstellen, dass Erkenntnisse über die akademische Welt hinaus die Politik, die Praxis und die Innovation beeinflussen. Der Besuch war Teil des zwölften Fünfjahres-Entwicklungsplans von SEARCA, „SUSTAIN Southeast Asia“, und sollte die Beteiligung junger Menschen sowie den regionalen Wissensaustausch stärken.