Politik – Metro Manila

Senatoren planen Boykott der SONA 2026 als Protest gegen Inhaftierungen

Am kommenden Montagnachmittag soll Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. seine fünfte Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) halten. Doch einige Mitglieder der Minderheitenfraktion im Senat planen, dieser Veranstaltung fernzubleiben, um gegen die Inhaftierung und rechtliche Verfolgung von Oppositionsmitgliedern zu protestieren.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Zu den Senatoren, die den Boykott unterstützen, gehören unter anderem Imee Marcos, Alan Peter Cayetano, Loren Legarda, Pia Cayetano und Robinhood Padilla. Sie haben angekündigt, die Rede nicht persönlich im Batasang Pambansa Komplex in Quezon City zu verfolgen, obwohl sie diese im Fernsehen sehen werden. Imee Marcos begründete ihre Entscheidung mit der tiefen Enttäuschung über die strafrechtliche Verfolgung der Minderheit.

Alan Peter Cayetano, der Oppositionsführer im Senat, bezeichnete das Fernbleiben als eine einfache Form des Protests. Er erwägte, die Rede stattdessen im Fernsehen zu verfolgen, was für die Administration möglicherweise sogar komfortabler sei. Cayetano äußerte zudem die Besorgnis, dass die Demokratie des Landes in Gefahr sei, da Personen, die sich kritisch gegenüber der Regierung äußerten, gezielt ins Visier genommen würden.

Ein weiterer Grund für den Boykott ist die Situation der inhaftierten Senatoren Jinggoy Estrada und Rodante Marcoleta, die wegen Vorwürfen der Plünderung in Untersuchungshaft sind. Ob die Senatoren Mark und Camille Villar an der SONA teilnehmen werden, ist bislang nicht bekannt. Die Herausforderungen, vor denen das Land steht, sind vielfältig, und Cayetano zog einen Vergleich zur Zeit von 1986 bis 1987, merkte jedoch an, dass die heutigen Herausforderungen primär Armut, die Wirtschaftslage und Korruption seien.