Politik – Landesweit

Senator Padilla kritisiert Regierung wegen Unregelmäßigkeiten beim Hochwasserschutz

Der philippinische Senator Robinhood Padilla hat die Reaktion der Marcos-Regierung auf Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten scharf kritisiert. In einem Interview mit Super Radyo dzBB bewertete er das bisherige Vorgehen mit der Note zwei. Als Begründung führte er an, dass trotz der anhaltenden Überschwemmungen bisher nur sehr wenige Personen festgenommen worden seien.

City Hall Sign On The Side Of A BuildingNaturesCharm
Symbolbild: Envato

Padilla forderte eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Skandals um die Hochwasserschutzgelder. Er warnte vor politisch motivierten Ermittlungen und kritisierte, dass die Verhaftungen von Senator Jinggoy Estrada und dem ehemaligen Senator Bong Revilla den Anschein erweckten, rein politisch gesteuert zu sein. Er appellierte an die Justiz, alle Beteiligten ohne Selektion zu untersuchen, um echte Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Auch der stellvertretende Mehrheitsführer im Senat, JV Ejercito, äußerte sich kritisch zu der Situation. Er hoffte, dass im Zuge der Ermittlungen zu den Unregelmäßigkeiten weitere Namen genannt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Ejercito forderte, dass alle Personen, die Gelder für den Hochwasserschutz veruntreut oder verschwendet haben, verhaftet werden müssen.

Zudem betonte Ejercito die Notwendigkeit einer besseren Infrastrukturentwicklung, um die Wirtschaft des Landes zu stärken. Er schlug vor, die Schienennetze, Flughäfen und Häfen zu verbessern. Ein umfassender Masterplan für die nationale Infrastruktur könne laut Ejercito dazu beitragen, solche Anomalien zu verhindern, indem unnötige Projekte vermieden werden.

Im Rahmen der Agenda des Legislative-Executive Development Advisory Council nannte Padilla weitere Themen, die angegangen werden sollten, darunter das Gesetz zur Informationsfreiheit (Freedom of Information) sowie ein Vorschlag, die Nutzung sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren zu untersagen. Bezüglich einer möglichen Verfassungsänderung (Charter Change) äußerte er sich zurückhaltend und forderte, dass die amtierenden Politiker nicht von solchen Änderungen profitieren dürften.