Schul-Sicherheitstraining in Bulacan nach Schießereien durchgeführt
EditAn einer öffentlichen Schule in der Provinz Bulacan wurde am Donnerstag eine Übung zur Sicherheit bei Amokläufen durchgeführt. Während eines Alarms an der Carlos F. Gonzales High School reagierten Schüler und Lehrkräfte unmittelbar auf die simulierte Bedrohung. Einige Schüler halfen dabei, Stühle vor die Klassenzenturtüren zu stellen, während andere Vorhänge zuzogen, das Licht ausschalteten und sich unter den Schreibtischen versteckten, um ungesehen zu bleiben.
Die Übung war Teil eines landesweiten Sicherheitstrainings, das vom Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) und verschiedenen Sicherheitsbehörden geleitet wird. Ziel der Maßnahmen ist es, die Notfallvorsorge zu stärken, nachdem es in jüngster Zeit zu zwei Schießereien an Schulen gekommen war. Das Szenario der Übung sah einen bewaffneten Angriff vor, wobei jedoch keine Personen die Rolle von Tätern übernahmen. Die Schulleitung alarmierte die Rettungskräfte, aktivierte das Warnsystem und leitete einen Lockdown ein, bis die Polizei den Campus als sicher erklärte.
Schulleiter Ceanceno Espirito Jr. erklärte, dass die Sicherheit und die Bereitschaft auf die Notfälle oberste Priorität hätten. Die Übungen ermöglichten es den Schulen, ihre Notfallmaßnahmen zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das Training umfasste die Koordination mit der Polizei, Evakuierungen in Sammelbereiche, die Kontrolle der Vollzähligkeit von Schülern und Personal sowie Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung für Betroffene.
Obwohl Schießereien an Schulen auf den Philippinen aufgrund strenger Waffengesetze selten sind, haben jüngste Vorfälle eine Debatte über den Waffenbesitz, die Lagerung von Schusswaffen und den Einfluss sozialer Medien auf Kinder ausgelöst. Am 18. August gab es einen Vorfall an einer High School in den südlichen Philippinen, bei dem zwei Schüler ums Leben kamen, darunter auch der mutmaßliche Schütze. Dies war der zweite Angriff auf eine Schule innerhalb von weniger als drei Monaten.




