Wirtschaft: Metro Manila

Rückgang der Einnahmen in der philippinischen Glücksspielbranche erwartet

Der philippinische Glücksspielsektor steht vor einem schwierigen Jahr. Laut einer Prognose von S&P Global Ratings wird die Bruttoeinnahme aus dem Glücksspiel (Gross Gaming Revenue, GGR) in diesem Jahr voraussichtlich um 7 Prozent sinken. Damit würde das Wachstum des Jahres 2025, das bei 6 Prozent lag, rückgängig gemacht werden.

Aerial view of Makati
Symbolbild: Envato

Als Hauptgründe für den Rückgang nennt der Bericht strengere staatliche Regulierungen sowie eine schwache Konsumnachfrage. Insbesondere die verstärkte Aufsicht in Manila über das Online-Glücksspiel belaste die Branche. Zudem führt die anhaltend hohe Inflation dazu, dass die Haushalte weniger Geld für solche Aktivitäten zur Verfügung haben.

Ein wesentlicher Faktor ist die Entwicklung im Bereich des Online-Glücksspiels. Zwischen 2022 und 2025 verzeichnete dieser Sektor ein zwanzigfaches Wachstum, was jedoch auch Besorgnis über Spielsucht auslöste. Infolgedessen wurden im August 2025 plötzliche Einschränkungen bei der Verknüpfung von E-Wallets eingeführt, was das Wachstum im Online-Bereich zuletzt verlangsamte.

Diese regulatorischen Maßnahmen könnten zudem die Rentabilität von Investitionen in physische Casinos beeinträchtigen, da sich die Aktivitäten verstärkt in den Online-Bereich verlagern. Die Philippine Amusement and Gaming Corp. (Pagcor) meldete bereits für das erste Quartal des laufenden Jahres einen Rückgang der Bruttoeinnahmen um 15,87 Prozent auf 87,6 Milliarden Pesos.

Besonders stark betroffen war der Sektor für Online- und elektronisches Glücksspiel, dessen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 22,43 Prozent einbrachen. Die lizenzierten Casinos blieben mit 44,52 Milliarden Pesos die größte Einnahmequelle, während die von der Pagcor selbst betriebenen Casinos 3,17 Milliarden Pesos erwirtschafteten. Pagcor-Chef Alejandro Tengco erklärte, dass steigende Ölpreise die Budgets der Haushalte belasten und die verfügbaren Mittel für Freizeitaktivitäten einschränken. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass sich die Branche erholen könnte, sobald die geopolitischen Spannungen nachlassen.