Rekordexporte treiben philippinische Handelsbilanz an
EditDie philippinischen Exporte sind auf einen historischen Höchststand von 8,8 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 24,1 Prozent. Haupttreiber für diesen Anstieg ist die starke Nachfrage nach Halbleitern, die durch weltweite Investitionen in künstliche Intelligenz befeuert wird.
PSA stiegen die Lieferungen von Halbleitern, dem wichtigsten Exportgut des Landes, um 33,4 Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich war das Wachstum auf dem US-amerikanischen Markt, dem größten Absatzgebiet der Philippinen: Die Exporte in die Vereinigten Staaten kletterten um 44,7 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar.
Trotz der Rekordwerte blieb das Handelsdefizit des Landes bestehen. Es weitete sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar aus, da die Importe mit 13,7 Milliarden US-Dollar weiterhin die Exporterlöse übersteigen. Dennoch stellt der Defizitwert für Juni das niedrigste Niveau seit Februar dar. In der ersten Jahreshälfte summiert sich das Handelsdefizit auf 30,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von fast 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Domini Velasquez, Chefökonomin der China Banking Corp., erklärte, dass die steigende weltweite Nachfrage nach Halbleitern und Elektronik das Handelsprofil der Philippinen zunehmend prägt. Sie wies jedoch darauf hin, dass Exporteure trotz des Wachstums mit Herausforderungen wie Lagerengpässen zu kämpfen hatten, welche die Produktionspläne störten und die Logistikkosten erhöhten.
Handelsministerin Cristina Roque betonte, dass die Regierung weiterhin Freihandelsabkommen nutzen werde, um den Marktzugang für philippinische Exporteure zu erweitern. Gleichzeitig solle die Präsenz auf dem heimischen Markt gestärkt werden, um eine stabile Basis für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.




