Gesellschaft: Cebu

Proteste in Cebu: Landwirte und Fischer fordern Ende der Lebensmittelunsicherheit

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober 2026 versammelten sich Landwirte, Fischer und Transportarbeiter auf dem Gelände der UP Cebu im Barangay Lahug, Cebu City. Die Demonstranten kritisierten die anhaltende Armut sowie die mangelnde Unterstützung der lokalen Lebensmittelproduzenten durch die Regierung.

Colorful Fresh Vegetables at Local Farmer's MarketSvetlana_Lazhko
Symbolbild: Envato

Die Protestierenden fordern grundlegende Agrarreformen, staatliche Subventionen, eine bessere Bewässerungsinfrastruktur sowie direkte Hilfen für Kleinbauern und Fischer. Vertreter der Bauernverbände, darunter Gomer Alcantara von Kilusang Magbubukid ng Pilipinas Cebu und Carmelita Alcontin von Kahugpungan sa Nagpakabanang Mag-uuma Tersero Distrito Cebu, warnten zudem vor der Umwandlung von Agrarflächen und der Expansion von Unternehmen, was die bäuerlichen Gemeinschaften von ihrem Land verdränge.

Jaime Paglinawan, Vorsitzender von Bayan Central Visayas, verwies im Rahmen des Protests auf die prekäre Lage im Land: Rund 38 Millionen Filipinos seien von Ernährungsunsicherheit betroffen, während 52 Millionen Menschen in Armut lebten. Er kritisierte zudem, dass die Regierung weiterhin massiv Reis importiere, anstatt die heimische Produktion durch gezielte Subventionen zu stärken, während lokale Landwirte mit hohen Produktionskosten kämpfen.

Auch die Fischerei und der Transportsektor äußerten massive Bedenken. Victor Lapaz, Sprecher von Pamana-Sugbo, erklärte, dass Landgewinnungsprojekte die Fischergemeinden verdrängen und kommerzielle Schiffe in kommunale Gewässer eindringen. Zudem wird befürchtet, dass das El Niño-Phänomen die Ernten und Fischbestände weiter dezimieren wird. Greg Perez von der Cebu-Sektion der Pagkakaisa ng mga Samahan ng mga Tsuper at Opereytor Nationwide betonte, dass steigende Kraftstoffpreise den Transport von Agrarprodukten verteuern, was letztlich die Lebenshaltungskosten für die Verbraucher in die Höhe treibt. Die Gruppen lehnten kurzfristige Hilfsmaßnahmen ab und forderten stattdessen strukturelle Reformen und faire Löhne.