Protestaktionen und Foren angekündigt vor der fünften Ansprache des Präsidenten
Am Montag, den 27. Juli 2026, wird Präsident Ferdinand Marcos Jr. seine fünfte Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) halten. Im Vorfeld dieser Veranstaltung haben verschiedene gesellschaftliche Gruppen eine Reihe von Protesten, Foren und kulturellen Veranstaltungen angekündigt, um sektorale Anliegen zu verstärken und die öffentliche Beteiligung an den politischen Debatten zu fördern.
Ein zentrales Ereignis ist die erwartete Demonstration der Bagong Alyansang Makabayan (BAYAN) und ihrer Partnerorganisationen am Montag. Rund 10.000 Protestierende sollen sich vor dem Batasang Pambansa versammeln, um die jährliche „Volks-SONA“ abzuhalten. Das Programm beginnt um 12:00 Uhr an der Commonwealth Avenue, gefolgt von einem Marsch um 14:00 Uhr zum Saint Peter Parish, wo multisektorale Gruppen die aktuelle Lage des Landes thematisieren wollen.
Neben dieser Großdemonstration finden weitere Veranstaltungen statt. Die Kabataan Partylist der Region National Capital Region veranstaltet am Sonntag, den 26. Juli, eine „State of the Youth Address 2026“ in der IFI National Cathedral Conference Hall in Manila. Dort werden studentische Organisationen und Jugendvertreter aus der Metropolregion Manila zusammenkommen, um Forderungen zu Bildung, Rechenschaftspflicht und sozialen Fragen zu stellen.
In Quezon City finden verschiedene Fachforen statt. Das National College of Public Administration and Governance (NCPAG) der University of the Philippines führt am Freitag, den 24. Juli, eine Diskussion durch, um die Versprechen von Präsident Marcos aus den Jahren 2022 bis 2025 zu bewerten. Parallel dazu organisieren die Gruppen Gabriela Youth und Kabataan Partylist in Muntinlupa eine Online-Diskussion über Korruption und die politische Rechenschaftspflicht im Kontext des laufenden Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte.
Am 27. Juli sind zusätzliche Proteste und kulturelle Aktionen geplant. Eine Allianz aus progressiven Gruppen, darunter LILAK, ATM und das In Defense of Human Rights and Dignity Movement (IDEFEND), wird um 09:00 Uhr vor dem Hauptsitz des Umweltministeriums (Department of Environment and Natural Resources) demonstrieren. Gleichzeitig plant die Gruppe Vandals United eine Protestaktion mit Skatern und Künstlern vor der Kommission für Menschenrechte in Quezon City, um auf Themen wie Armut, Arbeitsrechte und Landraub aufmerksam zu machen.
Die Wirtschaft reagiert auf den politischen Termin: Die ECCP wird am Dienstag, den 28. Juli, eine Analyse der SONA durchführen. Dabei sollen die politischen Richtlinien des Präsidenten sowie deren Auswirkungen auf Investitionen und verschiedene Industriezweige untersucht werden.
Abseits der Hauptstadt finden landesweite Aktivitäten statt. In Cebu zeigt die CAP eine politische Kunstausstellung in der Lapu-Lapu Art Gallery, während indigene Frauen aus 20 Gemeinden zwischen dem 25. und 29. Juli in Quezon City zusammenkommen, um für den Schutz ihrer Ressourcen und Umweltrechte zu kämpfen.
Quellen
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