Politik

Präsident Marcos deutet neue Maßnahmen gegen Korruption an

Am kommenden Montag wird Präsident Ferdinand Marcos Jr. in seiner Ansprache zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) sprechen und könnte dabei erneut das Thema Korruption behandeln. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten am Freitag reagierte der Präsident kryptisch mit dem Hinweis, man solle auf das nächste Kapitel warten.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
Quelle: Google

Bereits in seiner Ansprache im Jahr 2025 hatte Marcos scharfe Kritik an der weit verbreiteten Korruption bei Hochwasserschutzprojekten geübt. Kritiker bemängelten jedoch, dass trotz seiner Forderungen nach Schamgefühl bisher keine engen Verbündeten des Präsidenten im Zusammenhang mit dem Skandal um die Hochwasserarbeiten angeklagt wurden.

Die Bevölkerung erwartet von Marcos, dass er den Kampf gegen die Korruption thematisiert. Eine Umfrage von Pulse Asia aus dem Zeitraum Ende Juni bis Anfang Juli ergab, dass 29,8 Prozent der Filipinos dies wünschen. Andere Themen, wie das mögliche Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte oder die Führungskrise im Senat, spielen laut einer Umfrage der Stratbase Group unter 2.400 Befragten eine untergeordnete Rolle.

Neben der Korruptionsbekämpfung fordern Wirtschaftsverbände konkrete Pläne zur Senkung der Betriebskosten. Elizabeth Lee, Vorsitzende der Federation of Philippine Industries (FPI), betont, dass die Senkung der Stromkosten entscheidend sei, um die philippinische Fertigungsindustrie regional wettbewerbsfähig zu halten. Insbesondere energieintensive Branchen wie die Stahl-, Zement-, Chemie- und Lebensmittelindustrie sind darauf angewiesen. Darüber hinaus fordert die FPI Maßnahmen zur Reduzierung der Logistikkosten, die durch hohe Kraftstoffpreise, Überlastungen in den Häfen sowie bürokratische Gebühren der Kommunalverwaltungen verursacht werden.

Quellen

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