Philippinische Regierung plant Reform zur Streichung von Systemverlustgebühren bei Stromrechnungen
EditDie philippinische Regierung verfolgt das Ziel, die Stromkosten für Verbraucher zu senken, indem sie die Übernahme von Systemverlusten durch die Endkunden untersagt. Wie das Präsidialamt (Malacañang) am Donnerstag mitteilte, soll die Reform so gestaltet werden, dass sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Schutz der Verbraucher und der wirtschaftlichen Stabilität des Stromsektors wahrt.
Der Vorstoß geht auf die jüngste Ansprache zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. zurück. In dieser forderte er eine sofortige Änderung des Electric Power Industry Reform Act (EPIRA), um zu verhindern, dass technische und nicht-technische Systemverluste weiterhin über die Stromtarife auf die Konsumenten abgewälzt werden.
Nach derzeitiger Regelung dürfen Verteilungsunternehmen und ländliche Elektrizitätsgenossenschaften einen Teil dieser Verluste über die Strompreise refinanzieren, sofern die von der Energieregulierungskommission (Energy Regulatory Commission, ERC) gesetzten Grenzwerte eingehalten werden.
Die Palast-Pressesprecherin Claire Castro begrüßte die Bereitschaft der Akteure aus der Stromindustrie, über den Vorschlag zu diskutieren. Sie betonte, dass die Regierung die Anliegen aller Beteiligten berücksichtige, um sicherzustellen, dass die Reform weder die Verbraucher übermäßig belastet noch die Rentabilität für Versorgungsunternehmen und Investoren gefährdet.
Manny V. Pangilinan, Vorsitzender und CEO von Meralco, wies darauf hin, dass die Abschaffung dieser Gebühren erhebliche Auswirkungen auf die Bereiche Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Strom haben würde. Dies mache umfassende Branchengespräche notwendig.
Das Energieministerium (Department of Energy, DOE) hat bereits mit der Prüfung bestehender Vorschriften der ERC und damit verbundener Gesetze begonnen. Energieministerin Sharon Garin rief alle Beteiligten zu Geduld und Kooperation auf, während die neuen Richtlinien ausgearbeitet werden. Ziel bleibe die Senkung der Strompreise bei gleichzeitiger Sicherung der Versorgungssicherheit.



