Philippinische Banken halten Kreditstandards im dritten Quartal 2026 stabil
EditDie meisten Banken auf den Philippinen planen, ihre Kreditvergabestandards im dritten Quartal 2026 unverändert beizubehalten. Dies deutet auf ein stabiles Bankensystem hin, das trotz anhaltender Risiken durch die Krise im Nahen Osten in der Lage ist, die Wirtschaft durch Kredite zu unterstützen.
Im Bereich der Unternehmenskredite rechnen 75,5 Prozent der Befragten mit gleichbleibenden Bedingungen, während 18,9 Prozent eine Verschärfung und 5,7 Prozent eine Lockerung der Standards erwarten. Auch im Bereich der Haushaltskredite sehen 80 Prozent der Banken keine Veränderungen bei den Bedingungen für Privatpersonen.
Ein weiterer Indikator, der Diffusionsindex, deutet zwar weiterhin auf eine Netto-Verschärfung der Standards hin, dieser Trend schwächte sich jedoch im Vergleich zum Vorquartal ab. Bei Unternehmenskrediten sank die Netto-Verschärfung von 28,3 Prozent auf 13,2 Prozent, während sie bei Haushaltskrediten von 22,9 Prozent auf 20 Prozent zurückging.
Die Gründe für eine geplante Verschärfung der Bedingungen nannten die Banken eine unsichere wirtschaftliche Prognose, eine geringere Risikotoleranz sowie Bedenken hinsichtlich der Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer. Die Zentralbank der Philippinen (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) bewertete die Ergebnisse als Zeichen für weitgehend stabile Kreditbedingungen, die eine anhaltende Vorsicht bei der Bewertung von Kreditrisiken in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld widerspiegeln.




