Wirtschaft: Landesweit

Philippinen werben in Singapur um Investitionen als regionaler Wirtschaftsstandort

Die philippinische Regierung verstärkt ihre Bemühungen, das Land als zentralen Standort für Produktion und Dienstleistungen für singapurische Unternehmen zu positionieren. Ziel ist es, Firmen, die ihre Geschäftstätigkeit diversifizieren und ihre Lieferketten in Südostasien stärken wollen, gezielt für den philippinischen Markt zu gewinnen.

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Quelle: PIA

Im Rahmen einer Networking-Sitzung mit der Singapore Business Federation (SBF) am 31. DTI, Cristina A. Roque, verschiedene Investitionsmöglichkeiten hervor. Zu den Schwerpunkten gehören die Fertigung, die Halbleiterindustrie, Agrartechnologie sowie die Lebensmittelverarbeitung. Darüber hinaus wurden Bereiche wie Business Process Outsourcing (BPO), digitale Dienste, der Einzelhandel und grüne Industrien als attraktive Felder präsentiert. Laut Roque bieten die Philippinen eine starke Basis, um sowohl den heimischen Markt als auch die gesamte ASEAN-Region zu bedienen. Als entscheidende Vorteile nannte sie eine junge, qualifizierte Belegschaft, wachsende digitale Kapazitäten und strategische Wirtschaftszonen, die Unternehmen bei der Suche nach resilienten und diversifizierten Geschäftsmodellen unterstützen können.

Das Treffen mit der Southeast Asia Business Group (SEABG) der SBF konzentrierte sich auf Unternehmen, die eine Expansion in neue Märkte planen. An der Sitzung nahmen unter anderem der SBF-Vorsitzende Mark Lee, der Vorstandsvorsitzende Kok Ping Soon und die SEABG-Vorsitzende Yong Hsin Yue teil. Letztere ist Geschäftsführerin von Kuok (Singapore) Ltd., einem Unternehmen der Kuok-Gruppe, die unter anderem die Shangri-La Hotels and Resorts betreibt und bereits eine bedeutende Präsenz auf den Philippinen hat. Zudem waren die SEABG-Vizepräsidenten Prasoon Mukherjee und Lenny Lim sowie die Handelsberaterin der DTI in Singapur, Carla Grepo, anwesend.

Seitens der SBF-Führung wurde um mehr Klarheit bezüglich des Digital Economy Framework Agreement (DEFA) gebeten, um Geschäftsmöglichkeiten unter diesem Abkommen besser identifizieren zu können. Die Vertreter forderten zudem verstärkte Wirtschaftsmissionen und einen intensiveren bilateralen Austausch zwischen Singapur und den Philippinen. Ministerin Roque versicherte, dass die Regierung Investoren während des gesamten Expansionsprozesses unterstützen werde. Dies umfasse die Identifizierung geeigneter Standorte und lokaler Partner sowie die Erleichterung von Unternehmensregistrierungen, Genehmigungen, Anreizen und Personalanforderungen. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere New Clark City und andere Wirtschaftskorridore auf Luzon als Ziele für fortschrittliche Fertigung, digitale Infrastruktur, Logistik, Halbleiter, saubere Energie und technologiegetriebene Industrien beworben.

Für Ende des Jahres ist eine Wirtschaftsmission der SBF auf den Philippinen geplant, die Schwerpunkte in den Bereichen BPO, Agrartechnologie, Fertigung, Einzelhandel, Lebensmittel und Getränke sowie Talententwicklung und digitale Dienste setzen soll. Roque bezeichnete dieses Engagement als wichtigen ersten Schritt, um das Interesse singapurischer Firmen in konkrete Investitionen zu verwandeln, die qualitativ hochwertige Arbeitsplätze schaffen, Technologietransfer ermöglichen und Chancen für philippinische Unternehmen eröffnen. Zudem verwies sie auf die kommende ASEAN-Vorsitz der Philippinen im Jahr 2026. Diese sei eine Gelegenheit, die regionalen Geschäftsbeziehungen zu stärken und die Agenda der sogenannten Prosperity Corridors voranzutreiben, welche darauf abzielt, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen sowie die digitale Wirtschaft und die Kreativwirtschaft auszubauen.