Parlamentspräsident Dy fordert strengere Maßnahmen gegen Desinformation
EditDer Sprecher des Repräsentantenhauses, Faustino „Bojie“ Dy III, hat am Montag, den 27. Juli 2026, zu einem verstärkten Schutz im digitalen Raum aufgerufen. Er warnte davor, dass Online-Bedrohungen nicht mehr nur Kinder betreffen, sondern durch die weite Verbreitung falscher Informationen zunehmend auch erwachsene Filipinos gefährden.
Anlässlich der Eröffnung der zweiten regulären Sitzung des 20. Kongresses, die kurz vor der fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) von Präsident Ferdinand Marcos Jr. stattfindet, betonte Dy das Engagement des Repräsentantenhauses für ein sichereres Internet. Er wies darauf hin, dass die Gesetzgeber bereits an Maßnahmen arbeiten, um junge Menschen vor schädlichen Inhalten wie Gewalt oder Obszönitäten zu schützen, die deren Entwicklung beeinträchtigen könnten.
Dy hob hervor, dass Desinformation zu Konflikten und Spaltungen innerhalb der Bevölkerung führe. Er appellierte an die Bürger, sich nicht von den Gerüchten in sozialen Medien leiten zu lassen, sondern Wahrheit und Verständnis über „Fake News“ und Wut zu stellen. Ein gut informiertes Volk sei die Grundlage für eine starke Demokratie.
Eine aktuelle Umfrage von Pulse Asia, die zwischen dem 28. Juni und dem 3. Juli durchgeführt wurde, unterstreicht die Relevanz des Themas: 85 Prozent der erwachsenen Filipinos nutzen das Internet, wobei acht von zehn Personen mehrmals täglich online sind. Während 72 Prozent der Befragten Desinformation als ein großes nationales Problem ansehen, gaben 41 Prozent an, Informationen eher zu glauben, wenn diese weit verbreitet sind. Dies verdeutlicht den starken Einfluss viraler Inhalte auf die öffentliche Wahrnehmung.
Um diesen Gefahren zu begegnen, hat das Repräsentantenhaus bereits wichtige Maßnahmen unterstützt. Dazu gehören der Entwurf des Digital Media Anti-False Information Act sowie der Child Online Safety and Protection Act von 2026. Zudem wird der Children’s Social Media Safety Act (House Bill 9965) vorangetrieben, den Dy gemeinsam mit dem Mehrheitsführer Ferdinand Alexander „Sandro“ Marcos verfasst hat. Dieser Gesetzentwurf sieht vor, Kindern unter 13 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen zu untersagen.










