Gesellschaft: Landesweit

Papal Nuncio fordert Katholiken zur Unterstützung der Armen auf

Der päpstliche Nuntius, Erzbischof Charles Brown, hat die katholische Gemeinschaft dazu aufgerufen, ihren Wohlstand einzusetzen, um den Armen zu helfen. In seiner Predigt am Montag in der Palo Metropolitan Cathedral in Tacloban City betonte er, dass materieller Besitz zu einem Hindernis werden kann, wenn er Menschen davon abhält, Christus zu folgen und anderen zu dienen.

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Symbolbild: Envato

Die Ansprache erfolgte im Rahmen der Eröffnungsmesse der 70. Nationalversammlung der Pontifical Mission Societies-Philippines. Die Versammlung, die vom 17. bis 20. August stattfand, brachte zahlreiche Missionsdirektoren und Aktivisten der Diözesen in Tacloban City zusammen, um die missionarische Arbeit der Kirche zu stärken.

Unter Bezugnahme auf das Evangelium über den reichen Jüngling rief Brown die Gläubigen dazu auf, ihre eigenen Werte und die Ausrichtung ihres Herzens zu hinterfragen. Er stellte klar, dass Jesus Reichtum an sich nicht als böse bezeichnet habe, sondern dazu aufrief, Ressourcen großzügig und verantwortungsbewusst zu nutzen. Die Gläubigen sollten sich stets fragen, was ihnen wirklich wertvoll sei und welches letztendliche Ziel sie verfolgten. Die Antwort darauf sollte laut Brown zu Christus, zu Großzügigkeit und zur Fürsorge für die Armen und Bedürftigen führen.

Der Erzbischof knüpfte seine Botschaft an die Arbeit der Pontifical Mission Societies, einem weltweiten kirchlichen Netzwerk, das das Bewusstsein für Mission, Gebet und finanzielle Unterstützung für jüngere und ärmere Kirchen fördert. Er verwies auf das Gleichnis vom ungetreuen Verwalter und mahnte, weltlichen Reichtum auf die richtige Weise zu nutzen, um Spenden zu leisten, die über das diesseitige Leben hinauswirken. Zudem erinnerte er mit dem Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus daran, dass man die Armen nicht ignorieren dürfe, während man sich nur auf die eigene materielle Sicherheit konzentriert.

Spenden an die Missionsgesellschaften unterstützen unter anderem Kirchen, Seminare, Ausbildungsprogramme sowie Ernährungsprogramme und andere missionarische Bedürfnisse in Gemeinden mit begrenzten Ressourcen. Brown merkte an, dass Spender die volle Tragweite ihrer Großzügigkeit zu Lebzeiten vielleicht nie erfahren werden, man aber die Menschen, denen man geholfen hat, im Jenseits wiedersehen werde. Abschließend dankte er den Missionsdirektoren und Aktivisten für ihren Einsatz bei der kirchlichen Missionsarbeit über die eigenen Gemeinden hinaus.