Wirtschaft: Metro Manila

Kraftstoffpreise auf den Philippinen steigen nächste Woche voraussichtlich deutlich an

Nächste Woche werden die Kraftstoffpreise auf den Philippinen voraussichtlich deutlich ansteigen. Bei Benzin wird mit einem Zuwachs zwischen 1,00 und 1,50 Pesos pro Liter kalkuliert, während die Preise für Diesel um etwa 1,75 bis 2,25 Pesos pro Liter zulegen könnten.

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Quelle: PIA

Die erwartete Teuerung wird unter anderem durch eine erneute Gewichtung geopolitischer Risiken begründet. Die Aussichten auf eine diplomatische Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie eine Normalisierung der Schifffahrtswege durch die Straße von Hormus seien zuletzt geschwunden. Da das Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni ausgelaufen ist und beide Seiten die Absicht signalisiert haben, eine härtere Linie einzuschlagen, rechnen die Märkte nun mit einer möglichen, länger andauernden Krise. Leo Bellas, der Präsident des Energieunternehmens Jetti Energy, teilte diese Prognose am Freitag gegenüber Journalisten mit.

Weitere Faktoren, die die Ölpreise nach oben treiben, sind Risiken bei den russischen Lieferungen. Störungen bei der Verladung im Schwarzen Meer haben Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit von Ersatzlieferungen für sauren Rohöl-Ersatz geweckt, um die geringere Verfügbarkeit aus dem Nahen Osten auszugleichen. Zudem halten militärische Aktivitäten im Nahen Osten die Preise hoch, da sie den Abfluss von Rohstoffen durch die Straße von Hormus sowie die Ströme über die alternative Route durch das Rote Meer beeinträchtigen.

Ein begrenzender Faktor für die Preissteigerungen nach oben bleibt jedoch das steigende regionale Angebot durch erhöhte Abflüsse aus Indien und China. Die weltweite Versorgung mit Produkten bleibt zudem angespannt, da anhaltende Angriffe auf den russischen Raffineriesektor die Lage verschärfen. Bei Diesel wird die Preisstabilität zusätzlich durch eine fragile physische Bilanz beeinflusst. Trotz einer beschleunigten Abnahme der Bestände aus China bleiben die Vorräte niedrig, während die Verfügbarkeit aus dem Nahen Osten über die Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt ist.