Kardinal Advincula mahnt nach Schulschießerereien zu mehr Empathie für Jugendliche
EditNach den jüngsten gewaltsamen Vorfällen an Schulen in den Philippinen, bei denen ein Schüler einen Mitschüler erschoss und sich anschließend selbst das Leben nahm, ruft der Erzbischof von Manila, Kardinal Jose Advincula, Eltern und Großeltern dazu auf, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen.
In einem Radiointerview betonte der Kardinal, dass ältere Generationen den Sorgen und Problemen der jungen Menschen aktiv zuhören müssten, um deren Kämpfe besser zu verstehen. Advincula warnte davor, die jüngsten Tragödien ohne tiefgreifende Reflexion über die Probleme der Jugend hinwegzunehmen.
Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund einer jüngsten Schießerei an der Ateneo de Zamboanga University, die den zweiten tödlichen Vorfall dieser Art an einer Schule in den Philippinen innerhalb von weniger als zwei Monaten markiert, nachdem es bereits in Tacloban City zu einer Schießerei unter Schülern gekommen war. Er erklärte, man müsse den Jugendlichen zuhören, nicht nur dann, wenn sie lautstark ihre Meinung äußern, sondern insbesondere dann, wenn sie im Stillen leiden. Die Förderung einer Kultur der Fürsorge, des Mitgefühls und des Dialogs sei entscheidend, um zu verhindern, dass Gewalt und Hass die Oberhand gewinnen und sich ähnliche Vorfälle an Schulen wiederholen.



