Wetter: Metro Manila

Pagasa warnt vor El Niño und fordert besseres Wassermanagement

Aufgrund eines moderaten bis starken El Niño-Phänomens im tropischen Pazifik mahnt die philippinische Wetterbehörde Pagasa (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration) die Bevölkerung zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser. Ana Liza Solis, Leiterin der Abteilung für Klimamonitoring und Vorhersage bei der Pagasa, erklärte dies am Dienstag in einem Interview mit Bagong Pilipinas Ngayon.

Motorcyclists navigating a flooded city street.Image-Source
Symbolbild: Envato

Um die Vorräte für die warme und trockene Jahreszeit zu sichern, empfahl Solis die Investition in Anlagen zur Regenwassernutzung. Zudem riet sie dazu, die offiziellen Warnungen der Behörde aufmerksam zu verfolgen und sich eng mit den Wasserversorgungsunternehmen sowie den zuständigen staatlichen Stellen für Wassersicherheit abzustimmen.

Nach dem Ende der Südwestmonsun-Saison, auch als Habagat bekannt, wird ein massiver Rückgang der Niederschläge erwartet. Laut Prognose der Behörde könnte die Regenmenge in den kommenden Monaten bis Ende November um 40 Prozent bis zu über 80 Prozent sinken. Dieser signifikante Rückgang wird voraussichtlich weite Teile des Landes bis ins nächste Jahr hinein beeinflussen.

Die Wetterbehörde prognostiziert trockene Bedingungen in den Provinzen Davao del Sur, Occidental Davao und Sarangani. Insgesamt sollen etwa 44 Provinzen unter trockenen Bedingungen leiden, während 17 Provinzen von Trockenperioden betroffen sein werden. Für die Provinz Camarines Sur wird sogar eine Dürre vorhergesagt. Solis merkte an, dass in Luzon jene Gebiete, die bereits durch den Habagat-Monsun beeinflusst wurden, am wahrscheinlichsten von einer Dürre betroffen sein werden.

Die Pagasa nutzt für die Einstufung der Wetterlagen spezifische Definitionen: Trockene Bedingungen liegen vor, wenn die Niederschläge zwei aufeinanderfolgende Monate lang unter dem Normalwert liegen, was einer Reduktion von 21 bis 60 Prozent entspricht. Eine Trockenperiode (Dry Spell) wird definiert durch drei Monate mit unterdurchschnittlichen Regenfällen oder zwei Monate mit einem extremen Rückgang von mehr als 60 Prozent. Eine Dürre (Drought) tritt ein, wenn die Niederschläge über drei Monate hinweg extrem niedrig oder über fünf Monate hinweg unter dem Durchschnitt bleiben.