Gesellschaft: Iloilo

Anstieg der Todesfälle durch Leptospirose in der Provinz Iloilo

In der philippinischen Provinz Iloilo ist die Zahl der Todesfälle infolge von Leptospirose-Infektionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, obwohl die Gesamtzahl der Erkrankungen leicht zurückgegangen ist. PHO wurden im Zeitraum vom 4. Januar bis zum 29. August insgesamt 105 Fälle registriert, die zu 12 Todesfällen führten.

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Symbolbild: Envato

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 119 Fälle gemeldet wurden, sank die Zahl der Erkrankungen zwar um 12 Prozent, doch die Sterblichkeitsrate stieg von sieben auf zwölf Todesfälle an. Dies entspricht einer Fallsterblichkeit von 11,43 Prozent. Die Inzidenzrate lag bei 5,06 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Von den 34 lokalen Verwaltungseinheiten, in denen Fälle auftraten, verzeichnete Dumangas mit acht Erkrankungen und einem Todesfall die höchste Zahl. Oton und Tigbauan folgten mit jeweils sechs Fällen. Weitere gemeldete Fälle verteilten sich auf Passi City, Dingle, Janiuay, Pototan, Santa Barbara und Tubungan mit jeweils fünf Personen. Die höchsten Todeszahlen gab es in Dingle und Dueñas mit jeweils zwei Verstorbenen; in den Gemeinden Oton, Zaragoza, Barotac Nuevo, Barotac Viejo, San Dionisio, San Joaquin und Concepcion wurde jeweils ein Todesfall gemeldet.

Besonders starke Zuwächse bei den Infektionen zeigten sich in Tigbauan mit einem Anstieg von 500 Prozent sowie in Tubungan mit 400 Prozent. Auch in Batad, Lemery und Miagao stiegen die Zahlen jeweils um 100 Prozent.

Die Daten des PHO zeigen, dass die Exposition im Zusammenhang mit der Landwirtschaft mit 38 Fällen die häufigste Ursache war, gefolgt von Überschwemmungen mit 24 Fällen. Weitere 21 Fälle wurden auf andere Expositionen, 18 auf unbekannte Ursachen und vier auf Kontakt mit Schlamm zurückgeführt. Demografisch gesehen waren Personen ab 40 Jahren mit 47 Fällen am stärksten betroffen, gefolgt von der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen (23 Fälle) und der 30- bis 39-Jährigen (22 Fälle). Insgesamt waren 94 der Betroffenen männlich und 11 weiblich. Zu den Infizierten gehörten auch drei Kinder im Alter von unter neun Jahren.

Leptospirose wird durch Leptospira-Bakterien verursacht, die vor allem durch den Urin infizierter Tiere, insbesondere Nagetiere, in Wasser oder Boden gelangen. Die Erreger können über Wunden oder die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund in den Körper eindringen. Angesichts der Regenzeit und des damit verbundenen Überschwemmungsrisikos mahnt das Gesundheitsministerium (DOH) zur Vorsicht.

Das DOH empfiehlt, das Waten oder Schwimmen in Flutwasser nach Möglichkeit zu vermeiden, insbesondere wenn Wunden vorhanden sind. Wer dennoch Kontakt mit Flutwasser haben muss, sollte schützendes Schuhwerk und Kleidung tragen und die betroffenen Hautstellen anschließend gründlich mit sauberem Wasser und Seife reinigen. Bei Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen oder geröteten Augen sollte umgehend medizinische Hilfe gesucht werden, da die Krankheit ohne Behandlung zu Organversagen oder Atemproblemen führen kann. Eine präventive Behandlung mit Antibiotika wie Doxycyclin darf nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.